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Archiv der Kategorie Urlaub auf Malta
Malta- Die Bilder zum Text
10.8.2007 von shanne2685.
http://de.sevenload.com/videos/HTuaH1I/Malta-Urlaub-2007
Geschrieben in Urlaub auf Malta | Keine Kommentare »
The Malta Experience
5.8.2007 von shanne2685.
The Mala Exerience (dieser Link gibt Euch die Word Version)
The Malta Experience
Zurück aus Malta, viel zu kurz. Also es geht noch nicht los mit dem ersten Bericht aus Irland, sondern mit einem Bericht aus meinem Malta Urlaub. Der bekommt natürlich eine eigene Rubrik.
Malta ist Heiß sehr heiß und das auch von den Temperaturen. Obwohl, eigentlich ist es nicht wirklich heiß, es waren so im schnitt immer um die 32-35°, allerdings bei einer Luftfeuchtigkeit von nahezu 90% also schon richtig Tropisch.
Fangen wir am Anfang an. Die Landung auf dem International Airport Malta verlief perfekt, was natürlich von den sehr begeisterten Urlaubern mit einem Applaus belohnt wurde, toll der Pilot hat seinen Job wohl zur Zufriedenheit aller erledigt. Mit an Bord auch eine Familie, von der beide Söhne, schon mal vorbeugend, noch in Basel beim Boarding, direkt neben der Reihe Urlaubern, schon in einen Mülleimer und in eine Tüte gekotzt haben. Diese Situation verfärbte auch das Gesicht einiger anderer Urlauber grün. Es währe ja auch zuviel verlangt gewesen die 5m zur Toilette zu gehen und natürlich auch zuviel verlangt das einer der Eltern vielleicht beim Kind bleibt und es so nicht in einem großen sichtbaren Strahl in die Tüte zu…… na Ihr wisst schon was ich meine. Lecker!
In Malta dann das erste Abenteuer, mit dem Minnibus ging es ins Hotel. Autofahren auf Malta, lieber nicht selbst machen. Die fahren wie die Schumis und das auf der falschen Seite, Linksverkehr. Die Klimaanlage auf Orkan Stufe und immer schön Vollgas unter laufender Benutzung der Hupe. Hui hui, dachte ich, ob der Urlaub wohl auf Kosten der Krankenkasse gehen sollte? Doch wir kamen schließlich am Hotel an.
Wer jetzt glaubte das war schon der Höhepunkt des Autofahrens, der täuscht. Die Steigerung ist das Fahren in einem Minnibus und dabei auf dem Beifahrersitz zu sitzen. Wichtig ist, immer schön mit bremsen. Es ist Linksverkehr, somit kommen einem die anderen immer auf der Falschen Seite entgegen und wenn man sich daran gewöhnt hat, dann kommen einem die anderen auch noch auf der für Malta falschen Seite entgegen, also ebenfalls Links. Ein guter Grund jetzt zu Hupen, dann Hupt auch noch der andere um sich zu bedanken, dafür Hupt man dann wieder um zu zeigen das man den Dank entgegen nimmt.
Nein, das war natürlich noch nicht der Höhepunkt. Denn wenn man so richtig Spaß haben möchte, dann wird es Zeit für den öffentlichen Nahverkehr. Ab in die Hauptstadt! Die Busse sind in der Regel alte Busse aus England, Baujahr so ca. ab Anfang 1930. In Deutschland mit Sicherheit keinen TÜV mehr für zu bekommen. Holzbänke laden zur ungefederten Fahrt ein. Wichtig ist, Wasser mitnehmen, denn natürlich ist die einzige Klimaanlage der Fahrtwind, der nur kurz aufkommt da der Bus alle 5 Min. wieder anhält. Wenn der Bus nicht hält, springen die Passagiere in den fahrenden Bus ein. Keine Sorge, der Bus fährt nicht schnell, einmal weil er sonst auseinander fällt, anderseits weil es der Verkehr nicht zulässt. Der Malteser liebt sein Auto und er würde auch nicht zum Bäcker gegenüber zu Fuß gehen, somit ist also viel Verkehr. So holpern wir Richtung Valetta und kommen auf dem Busplatz an. Und werden von ca. 70 weiteren Bussen mit einem Hup Konzert empfangen. Der Platz ist in Diesel eingehüllt und Riesen groß, in der Mitte gibt es einen großen Brunnen und es wird gehupt, wer genau hin hört kann eine eigene Bushupsprache erkennen. Auf Malta passieren pro Monat rund 1000 Unfälle! Meist mit geringem Schaden, so fährt fast kein Auto durch die Straßen, bei dem der linke Spiegel nicht abgefahren währe. Dann auch der Tipp der Reisebetreuerin, beim Parken immer den Spiegel einklappen. Ein Abenteuer endet. Zu Valetta später mehr. (siehe dann auch Fotos)
Ja ihr seht schon, der Bericht geht länger, bleibt dran es gibt noch viel zu erzählen.
Zum Hotel, das http://www.malta.intercontinental.com/ (Seite mal anschauen), ist ein 5 Sterne Hotel. Ich hatte ein Deluxe Panorama Room, mit Sicht zu Pool im 12 Stock. Mein Zimmer lag gegenüber im 11 Stock……. also das mit den Stockwerken habe ich auch nicht verstanden. Egal, Zimmer 1134 verwöhnte mich mit zwei Kingsize Betten, Balkon, Bad mit Dusche und Wanne, Multimedia Einrichtung und allem was halt so dazu gehört. Man gönnt sich ja sonst nur Wasser und Brot. Das Hotel war Top, das Personal sehr freundlich aber nicht bedrängend freundlich. Das Essen genial und das leckere einheimische Cisk Bier im Pint schmeckte auch sehr. Wer zuviel gegessen hatte konnte kostenlos im größten Fitnesscenter Maltas, direkt im Hotel, die Pfunde purzeln lassen. Oder sich an der großen Poolanlage entspannen, die natürlich an jeder Liege vollen Service hatte, damit man sich ja nicht zuviel bewegte. Im Hotel bewegte man sich nur per Lift, ich glaube im gesamten so um die neun Lifte, keine Ahnung denn auch die Lifte waren schwer zu verstehen, aber immer sehr freundlich.
Die netten Damen vom Servicepersonal kannten mich dann mit der Zeit auch schon, so das sich unsere Kommunikation auf flirtendes lächeln beschränkte. Soviel zum Hotel, jetzt schauen wir uns mal Malta an, hab Euch ja gesagt es gibt viel zu erzählen.
Der Malteser an sich (diesen Satz wollte ich schon immer mal schreiben), ist unglaublich freundlich, alle sprechen Englisch und alle sind immer sehr hilfsbereit und einem netten Gespräch nicht abgeneigt. Per Hupe warnt er auch jeden Fußgänger der aus irgendeinem Grund die Straße Quert (ich meine was für einen Grund könnte man auch haben über eine Straße zu gehen und dann sowieso warum sollte man zu Fuß gehen?).
Malta selbst ist ein Fototraum, Historisch älter als Griechenland und einen wie ich fand sehr Marokkanisch Einschlag. Auch wenn die Malteser nicht gerne mit dem Afrikanischen Kontinent in Verbindung gebracht werden, doch drängt auch die Landessprache diesen Vergleich regelrecht auf.
Malta ist auch irgendwie sauber. Und wer das jetzt mit dem Sauber gelesen hat und schon einmal selbst auf Malta war, der denkt jetzt ich spinne, denn überall liegt Dreck rum und es ist staubig. Ich glaube aber trotzdem das auf Sauberkeit geachtet wird und nur der Starke Wind und die vielen Urlauber den Maltesern fasst keine Chance lassen dieses Problem in den Griff zu bekommen. Ständig sieht man, auch nachts, Putztrupps durch die Straßen laufen oder irgendwen ein stück Papier aufheben (lässt zwar aus irgendeinem Grund das andere daneben liegen) und in den Mülleimer werfen. An den Autos sieht man, das der Staub nicht zu verhindern ist, die Autos sind immer von einer feinen Sandschicht, manchmal auch einer dickeren Sandschicht eingehüllt. Ich nehme an das es Sand von einer Wüste ist der mit dem Wind über das Meer getragen wird.
Sehr viele Häuser in Malta sind während des 2. Weltkrieges zerstört worden, Malta wurde während vieler Kriege stark Umkämpft und galt schon seit der Ritterzeit als strategisch wertvoll. Valetta hat den größten Naturhafen der Welt, an der tiefsten Stelle misst er 40m und hat eine Länge von 300m. Es gibt noch mehrere kleinere Naturhäfen auf Malta. Trotz der Zerstörung vieler Häuser, sehen diese immer noch recht alt aus. Das liegt daran, das die Häuser nur mit Kalksandstein gebaut werden dürfen und sie somit, bereits nach zwei Jahren wieder verwittert aussehen und sich so in das gesamt Bild einfügen. Die vielen Befestigungsanlagen lassen Malta wie eine riesige Burg erscheinen. Das haben auch die Filmemacher entdeckt, so wurde auch Gladiator und diverse andere Filme hier gedreht und es sind ständig Filmteams unterwegs. Während meines Aufenthalts wurde gerade ein Russischer B- Movie gedreht, mit einem Muskelbepackten Russischen Actionheld, der einen Soldaten darstellte, der sich durch die Tropische Hitze kämpft. Ich konnte mit einem der Maltesischen Fahren sprechen. Er sagte das der Film ziemlich scheiße wird, im übrigen mag er die Russischen Filmcrews nicht, Mieten nur ein paar Trucks und können kein Wort Englisch. Wo wir gerade dabei waren, die Italienischen Filmcrews mag er auch nicht, sind ihm zu laut, schreien dauernd rum. Die Ammis fand er recht okay, die mieten eher mal mehrere Fahrer als nur einen. Die Statisten wurden in einen der Bedford Busse gepfercht und Action. Der Hauptdarsteller hatte eine gefährlich aussehende Narbe auf dem Rücken und ein zerfetztes T-Shirt über seinem dicken Oberarm. Der Regisseur sah wie ein richtiger Regisseur aus oder einfach wie Roman Pollanski für Arme. Der Fahrer meinte dann, von wegen Action, der springt aus zehn Zentimetern auf den Bus, ich mag die Russischen Filmcrews nicht……….
Valetta selbst begrüßt einen wie schon gesagt auf diesem Busplatz, dieser ist mit Imbissbuden umkettet, am Stadttor erwarten einen dann viele Pferdekutschen und noch einige Taxis, die um die Gunst der einströmenden Touristenmassen kämpfen. Die Pferde haben verdeckte Augen, genau wie alle Menschen, denn ohne Sonnenbrille geht hier gar nichts. Außerdem haben die Pferde keine Hupen. Das macht es nicht leichter und einige der Hottehüs machten mir auch einen leicht bekifften Eindruck. Valetta besteht aus zwei Städten, einmal die oben und eine weitere unter der Erde. Diese diente in Kriegszeiten als Schutzzone. So groß das diese 40.000 Menschen aufnehmen kann, die meisten dieser Räume sind allerdings jetzt zugemauert. Jetzt muss man aber wissen das Valetta die kleinste Hauptstadt Europas ist, gerade mal 1,3 km lang und 600m breit und rund 4000 Einwohner. Keiner weiß mehr so genau wo im Häusermeer über der Erde die vielen verschiedenen Städte Anfangen, denn die Übergänge sind fließend und so erstreckt sich ein Häusermeer soweit das Auge reicht (zumindest im Süden des Landes). Ich war zweimal in Valetta und einmal mit dem Wassertaxi im Hafen. Beim zweiten Mal lief gerade die Voyager of the Seas in den Hafen ein, ein unglaubliches Schauspiel. Das Schiff hatte 4000 Menschen an Bord, also einmal die volle Hauptstadt! Die Passagiere wurden von Bord getrieben und wie in einer Symphonie ihren gebuchten Landerlebnissen zugeführt. So standen Busse da, Jeeps, Kutschen, um die 70 Taxis und alles was sich sonst so bewegte.
Schöne Monumente und Gärten erwarteten die Gäste und die unglaubliche Hitze die einen in den Boden drückte.
Auf Malta finden in den Sommer Monaten die Kirchweihen statt, eine Stadt hat bis zu 28 Kirchen und ein Fest dauert in der Regel zwei Wochen. Die älteste Kirche die ich sah, war auf das Jahr 268 Datiert! Ich konnte an einer Kirchweihe teilhaben, bzw. am Höhepunkt der selbigen. So wurde eine große Rund 160 kg schwere Madonna auf einer art Sänfte durch die Straßen getragen, zur mit bunten Lichtern und noch mehr Statuen dekorierten Kirche. Begleitet von einem 2 Std. dauernden Feuerwerk welches vom Meer gezündet wurde und einen Ohrenbetäubenden Lichterteppich an den Himmel zauberte. Dazwischen sang dann eine Operndiva das Ave Maria das es einem eiskalt den rücken runterlief, beeindruckend. Zum Einmarsch wurde dann noch ein Bodenfeuerwerk angezündet für das erstmal rund zwanzig Meter im Umkreis die Gläubigen evakuiert wurden. Mit anschließendem Dauerfeuerwerk am Himmel. Wow! Und wieder luden die Malteser und auch der Pfarrer die Touristen zum mitfeiern ein. Die Reden wurden in vier Sprachen gehalten. Undenkbar für die Touristenhochburg Waldshut, in der jeder Versuch unterdrückt wird, endlich mal etwas Flair in die Stadt zu bringen. Vielleicht sollte der ein oder andere Waldshuter, der sich ja für ach so Mondän hält in einem dieser Länder umschauen. Die schaffen ein zwei Wochen Fest, Waldshut schafft es durch seine Vetternwirtschaft noch nicht einmal einen Stadtfest von Zwei Tagen am Leben zu erhalten, ganz zu schweigen von der Farce mit dem Festwirt der Chilbi. Na ja, zurück nach Malta…..
Sowieso, feiern auf Malta ist Pflicht. Nachts nicht kälter als 23° und immer noch Schwül, ist das dass Vernünftigste was man machen kann. So hatte ich ein doch immer leicht beschwingtes Gefühl als ich ins Bett ging, manchmal hatte ich sogar das Gefühl das das Bett leicht beschwingt ist.
Malta ist bevölkert von Studenten aus aller Herren Ländern, um Englisch zu lernen. So fing die Partymeile direkt neben dem Hotel an. Es gibt sicherlich auch ruhigere Orte auf Malta. Die Partytreppe wurde eher vom jüngeren Volk betanzt und betrunken, wobei sich das reifere Publikum im Fuego traf, einlass ab 18 Jahren. Dort lernte ich dann auch Stefan kennen aus Schweden, der für eine Woche zum arbeiten auf Malta war und dem der Vodka sehr schmeckte. Mit ihm traf ich mich zur allabendlichen Kontaktaufnahme mit den Studenten und Urlaubern aus aller Welt (ja ich gebe ja zu es waren eher Studentinnen und Urlauberinnen). Denn auf Malta bist du nicht lange alleine, es ist glaube ich unmöglich niemanden kennen zu lernen, ich lernte glaube ich 200 neue nette Menschen kennen, überwiegend aus Russland. Aber auch viele Schweizer, Italiener, Deutsche, Bulgaren, Japaner, Iren (die ich sprachlich überhaupt nicht verstanden habe und ich hoffe es war weil sie schon recht blau waren und aus Nordirland kamen) und noch viele andere Länder. Und es war immer eine friedliche und freundliche Stimmung. Die gefürchteten Versoffenen Russen aus der Türkei fehlten ebenso wie die Versoffenen Engländer von Teneriffa und auch die besoffenen Deutschen von Malle waren nicht da. Somit haben viele Länder ihr Bild in meinen Augen wieder zurecht gerückt. Als sehr liebe Menschen aus Russland, die ich leider erst an meinem letzten Abend kennen lernte, werden mir Dasha und Natasha in Gedanken bleiben, aber Moskau ist ja nun auch nicht mehr so weit weg. Den wichtigsten Satz den Ihr Euch für Malta merken müsst ist: „ Where are you from?“ Diesen Satz werdet Ihr jeden Tag unzählige mal hören und Ihr werdet nach diesem Satz immer mehr Freude daran haben neue Menschen zu treffen und mehr über sie zu erfahren und ein ganz neues Weltbild wird in Euren Köpfen entstehen. Malta als Mittler zwischen den Welten, ein schöner Gedanke.
Eine Bar die man auf Malta mal besucht haben muss, ist die Bar 22 im Malta Tower, diese befindet sich im 22. Stock des einzigen Wolkenkratzers auf Malta und bietet einen unglaublichen Blick über fast ganz Malta. Eines der wenigen Häuser welches nicht aus Kalksandstein gebaut ist. Zum Glück.
Es gäbe noch soviel zu erzählen über meine Erlebnisse in Malta, doch wahrscheinlich haben ein paar von Euch schon schwere Augen. Ihr könnt Euch aber das ganze auch ausdrucken und in Ruhe lesen, kleiner Tipp von mir.
Was bleibt von Malta? Ab Januar ´08 wird Malta auf den Euro umgestellt haben, ich befürchte das dann die Preise, genau wie bei uns geschehen, steigen werden. Malta ist nicht billig aber auch nicht teuer, noch kann man einen sehr schönen und eindrücklichen Urlaub in Malta verbringen. Die EU Subventionen die derzeit Malta erreichen, werden wie ich finde sehr gut angelegt. So sieht man sehr viele Baustellen und Renovationen. Die Umweltauflagen der EU werden sicherlich bald auch die Sauberkeit der Insel positiv beeinflussen. Rauchen ist bereits seit längerem an allen öffentlichen Orten und in Restaurants und Bars verboten und das kann ich Euch sagen ist richtig angenehm, also hier braucht der deutsche Gastwirt sicherlich keine Angst zu haben, im Gegenteil, ich hatte sogar das Gefühl das es die Stimmung positiv beeinflusste. Ich werde diese Insel mit Sicherheit wieder besuchen, dann mit etwas mehr Zeit im Gepäck und auch mal auf den Weg in den Süden und auf die Nachbarinsel Gozo. Dann werde ich ja auch schon einige Erfahrung mit dem Links fahren haben und Hupen kann ich ja schon.
So und nun packe ich schon wieder den Koffer, es geht weiter nach Südtirol. Und dann endlich (nach noch eineinhalb Wochen Urlaub) ab nach Irland und kucken ob da auch ein paar ohne Wolldecke im Mund sprechen, reicht ja wenn ich das mache.
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