Archiv der Kategorie Heppenheim

Alles neu?

Hallo liebe Leser, welche noch ab und an mal hier auf ein Lebenszeichen warten. Nicht länger warten, hier kommt wahrscheinlich so schnell nichts mehr. Aber schaut doch mal hier vorbei:

Stephan leckt am Frosch

freue mich

Auf Siegfrieds Spuren

Dieses Wochenende durfte die Gegend rund um die Bergstrasse mal zeigen was sie drauf hat. Denn ich beschloss mich ihrer mal etwas zu widmen. Und wie ich schon so oft angedeutet habe, wissen die hier zu feiern. Wie die schlauen Leser unter Euch ja wissen, befinde ich mich hier ja inmitten der berühmten Niebelungengegend, wo der Olle Siegfried den Drachen aufspießte und die Kriemhild zur Witwe wurde. Wohin Du nach dem Genuss von Äpplwei auch fällst, immer wieder wirst Du auf Kultur treffen, Historie, Geschichten und Geschichte. Also kurz um, ordentlich was zu sehen.

Für mich ging es in Lorsch los, also ganz locker am Samstag. Ich interessierte mich dort für das Kloster von Lorsch, welches weit über die Grenzen der Bergstrasse bekannt ist. Es war Jahrhunderte lang prägend für die Geschicke und Geschichte des Odenwaldes. Von der fränkischen Oberschicht wurde es bereits im 8. Jahrhundert gegründet. Das Kloster wurde größer und nach einem Rechtsstreit 772 an Karl den Großen übergeben. Damit war das Kloster ein Königskloster, was einiges an Privilegien und Immunität mit sich brachte. Erst 1229 verlor das Kloster seine große Bedeutung. Doch im 14. Jahrhundert wurde nochmals ein sehr bekanntes Gebäude gebaut- die Königshalle. Doch auch das half nicht lange, denn irgendwann ab 16 hundert Hemdhoch, diente das Kloster nur noch als Steinbruch. Im 19. Jahrhundert dann, veranlasste der Großherzog von Hessen-Darmstadt den Ankauf des Klosters durch den Staat und somit konnte es ein wenig erhalten werden.

Die Grundsteinlegung der Königshalle wird bereits im 9. Jahrhundert vermutet, genaues weiß man nicht. Auch der Bestimmungszweck ist nicht so richtig klar und die Forscher wundern sich, doch die Laien staunen auch nicht schlecht. Doch auch wenn man die Gründe und Zeiten nicht kennt, ist der Bau aus der karolingistischen Zeit eines der wichtigsten seiner Epoche, so wichtig, das es zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde!

Doch für noch etwas ist das Kloster Lorsch berühmt geworden: Das “Lorscher Arzneibuch”, welches als die älteste medizinisch-pharmazeutische Schrift deutscher Herkunft gilt. So wurde im Jahr 2000 an Gedenken an diese Zeit und auch an das Gedicht “Hortulus” von Walahfrid Strabo, ein Kräutergarten errichtet der viele sehr Interessante Kräuter enthält und wunderbar duftet. Leider empfand ich die Gesamte Anlage als eher ungepflegt und ich dachte es könnte mal wieder der Gärtner durchs Kloster gehen. Okay, vielleicht ist das auch der Tagelangen Hitze zuzuschreiben.

Dann wollte ich mich aufmachen nach Zwingenberg, blieb aber auf dem Weg dorthin am “Fürstenlager” in Bensheim- Auerbach hängen. Staatspark Fürstenlager, wie es richtig heißt. Dieser liegt in einem schmalen Tal und war einmal die Hoffnung für den Grafen Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt, der hier eine Goldgrube in Form eines Heilbades sah, doch versiegte und verschlammte die Quelle bald und nichts wurde aus dem Geschäft. Der Park selbst entstand 1739 und erlebte eine Blütezeit als er Sommerresidenz des Erbprinzenpaares Ludwig X. und Luise wurde. Ab 1790 ließ Ludwig einen Park anlegen und am Fuße eine Art künstliches Dorf, in welchem er und seine Bediensteten dann auch in bescheidenen Verhältnissen lebten um einmal im Jahr den Strengen Sitten und Gebräuchen an Hofe zu entfliehen (ja Probleme hatten die auch damals). Ich kann Euch nur sagen, der Park ist wirklich ein muss wenn man sich hier an der Bergstrasse aufhält. Viele Wander- und Spazierwege führen durch ihn und um ihn herum, tolle Ausblicke und Rastplätze laden zum verweilen und träumen ein. Also schaut ihn Euch selbst an.

Weiter ging es durch den Odenwald, nach Erbach, wo gerade ein Markt stattfand. Da war ganz schön was los, war er doch Markt, Gewerbeschau und Rummel in einem. Schwerpunkt lag auf Essen und Trinken, und ich war wirklich fasziniert von der tollen Anzahl von sehr Kreativen Fressbuden. Hätte ich nicht fahren müssen, wäre ich hier mit Sicherheit versumpft. Doch der Samstag neigte sich dem Ende und ich begab mich langsam Richtung Heppenheim, wo bereits für den Sonntag Event  aufgebaut wurde: Vettelheim!

Denn der Vettel kam mit seinem Rennauto und einem Riesen Gefolge an Technik, Show und anderen Rennfahrern. Das Fernseh und das Radio waren auch da und es herrschte Ausnahmezustand. Sogar die Ortsschilder wurden tatsächlich mit Vettelheim Schildern überhangen. Festhalten: 120 000 Besucher waren in unserem kleinen Städtchen und wie bei der Formel 1, flog auch immer brav der Kamerahubschrauber über uns hinweg. Leider sah man nur sehr wenig, einmal wegen der Menschenmassen und weil, eben auch wie in der Formel 1, die Karre dauernd den Geist aufgab. Aber da waren ja noch Smudo und ein DTM Fahrer. Am besten war der Motorradfahrer, der mit Abstand die beste Show ablieferte. Das Stundenlange stehen in der Hitze forderte auch einiges an Opfern. Und jetzt noch einen Appell an Eltern und Hunde Halter:

SEID IHR EIGENTLICH BESCHEUERT?!?!??! Wie kann man mit einem ein paar Monate alten Baby an einer Rennstrecke stehen und dem Kind keinen Gehörschutz aufsetzten?? Nicht nur ein Kind gesehen! Wie kann man seinen Hunden das selbe antun?!? Verantwortungslos und total daneben! Herr wirf Hirn vom Himmel!!!!

So und nun wünsche ich Euch wie immer viel Spaß mit den Bildern und ein paar Videos, da die Autos so schnell waren war Fotografieren irgendwie nicht drinnen. Wünsche Euch eine schöne Woche und begebe mich an den Herd.

Schlaaaand…. oder so

Mönsch da ist was los, was? Liebe Sportverrückte Leser vor den Rundfunkempfangsgeräten. Erst Gewinnt der Vettel (kommt aus Heppenheim) und dann Gewinnen auch noch die Deutschen (kommen aus Schlaaand). Was für ein Wochenende! Und dann ist ja auch endlich mal was in Heppenheim geboten und zwar das ca. 58. Weinfest bzw. der Weinmarkt. Und wie sich das für die Hessen gehört, wird das ordentlich gefeiert. Achtung! Waldshut! Hinhören: 10 Tage geht hier die Post ab und das mitten in der Fußgängerzone! Ja und Waldshut schafft noch nicht einmal zwei Tage Hallo Nachbar.

Am Freitag nahmen mich meine Nachbarn mit, was ich sehr nett fand und wir versuchten uns an den dargebotenen Spezialitäten der örtlichen Weinbauern und schafften es leider nicht alle zu Probieren, Hicks. Dem Vettel sein Bruder hat uns dann mit seinem Taxi Heim gefahren, mit 100 durch die Ortschaft, was für ein Arschloch! Kann es nicht anders sagen, hätte ich gereihert hätte er das schön selbst aufwischen dürfen.

Samstag war ich dann nochmal einen Schoppen nehmen, doch diesmal alleine, das war leider ein bisschen langweilig, aber ich habe mir halt die Leute angeschaut und war begeistert wie viele da waren. Noch etwas vom Rebensaft probiert und dann schön ins Bett geschaukelt. Gelungen. Und dann der Sonntag, nein nicht der Kopf, natürlich meine ich die tollen Ergebnisse. Also Ihr wisst wo ich diese Woche bin, wenn ich nicht da bin- nämlich am Weinmarkt, ich habe noch lange nicht alle Sorten durch.

Die Iren, freuten sich auch und zwar über den Abgang der Franzosen und dann sicherlich auch nochmal über den der Engländer. Leider ist die Wirtschaft auf meiner alten Insel immer noch nicht viel besser, dazu lege ich Euch diesen Bericht ans Auge .

Ansonsten seht Ihr daran das ich so wenig schreibe, das ich mit meinem Job schon schwer zu tun habe und ich kann Euch sagen ist ne lustige Truppe das. Ich stelle mal noch die Bilder von Helsinki rein, wenn Ihr auf Facebook seid könnt Ihr sie bereits ansehen. So denn einen schönen Abend.

Geb acht…..!

Einen fröhlichen Sonntag an die Gemeinde. Und habt Ihr Euch auch ein kleines Lenachen gefreut? Schön, jetzt noch die Weltherrschaft und wir haben alle einen tollen Sommer. Doch jetzt einmal zu den ernsten Dingen des Lebens: Hessen

Hier bin ich also nun und habe meine ersten paar Tage hinter mich gebracht. Lebe mich langsam ein und gewöhne mich daran, das sich Bedienungen an der Bergstraße gerne etwas Zeit lassen. Das Wetter macht das eingewöhnen nicht so schwer, heute regnet es gelegentlichen mal immer wieder. Mein kleiner Versuch an diesem Freitag mal etwas zu erleben und mir das Nachtleben hier an der Bergstraße an zu sehen, scheiterte leider daran, das ich wohl der einzige war der dies mal Versuchen wollte. Um es mal so zu sagen: Tote Hose. Also muss ich noch herausbekommen wo man denn hier mal so hin kann. Denn was das Feiern angeht, macht denen hier so leicht keiner was vor. Das verrät uns schon der Blick in den Veranstaltungskalender von Südhessen

Also mal noch schauen wo der Bär steppt. Also hatte ich für gestern den Plan an ein Stadtfest zu gehen. Doch davor beschloss ich, mich endlich mal wieder auf mein Mountainbike zu setzen und das war gut so. Geniales Revier und richtig was los im Wald. Allerdings hatte ich Popo, Rücken und Beinweh danach und somit endete der Abend dann doch auf dem Sofa mit Lena. Doch ich werde mir das Straßenfest heute Mittag noch schnell ansehen. Morgen geht dann der ernst des Lebens los und ich beginne mal wieder zu arbeiten.

Und jetzt kommt Geschichte!! Keine Angst nur ein bisschen und die Alemannen unter Euch dürften begeistert sein. Denn als der Limes um 250 n.Chr. zerbrach, haben die Alemannen den Odenwald erobert und haben hier fleißig Vieh gezüchtet, bis sie von den Burgundern vertrieben wurden. Das war wie gesagt nach dem Römisch Reich, welches sich hier 200 Jahre lang hielt. Die Römer brachten den Limes mit Kastellen, Wachtürmen und zahlreichen Bädern und sie brachten wohl auch den ersten Wein. Doch so schnell gaben die Alemannen nicht auf, denn die Burgunder wurden von den Hunnen überrannt und hauten ab Richtung Südwesten, in eine Gegend die als Burgund bekannt wurde. Und dann kamen die Alemannen wieder und setzten sich ordentlich im Odenwald fest! Bis, ja bis die Franken 496 n.Chr. kamen und die Alemannen ganz weit in den Süden zurück drängten, sprich dahin wo ein paar von Euch heute leben. Doch heute 2010 n.Chr. ist wieder einer da……

Das ist mal eine vorab Geschichte, viel mehr möchte ich Euch ein anderes mal erzählen, wenn ich die einzelnen Orte hier ein wenig besucht habe. Hier in Heppenheim gibt es schon einen sehr schönen alten Ortskern, doch sagte meine Vermieterin das die Innenstadt von Bensheim noch schöner ist. Also schaute ich mir das mal an und ich muss sagen: recht hat sie. Wobei beide Orte einen tollen Charakter haben.

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Bensheim erhielt bereits 956 das Stadtrecht und es gibt eine große Fußgängerzone, zwei Theater und auch sonst viel Kultur. Die eigentlich bekanntesten Orte Bensheims liegen allerdings außerhalb von Bensheim im Stadtteil Auerbach, das Auerbacher Schloss und der Staatspark Fürstenlager. Beider Attraktionen habe ich noch nicht angeschaut, werde ich aber noch nach holen. Für heute war es das mit Geschichte und zum Abschluss lasse ich Euch noch ein paar Bilder von Bensheim hier. Somit wünsche ich Euch einen noch sommerlichen Sonntag…… naja, und melde mich bald wieder.(Ach übrigens, in Lauchringen steigt am kommenden Wochenende der Kreisfeuerwehrtag und nach meiner Information dürfte sich ein Besuch sehr lohnen, ich schaue das ich es auch noch hin schaffe)

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