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Archive für 9.5.2010
Auszeit
9.5.2010 von shanne2685.
Es ist also soweit, meine ersten Urlaubstage sind angebrochen und ich kann anfangen mich auf das “neue” Leben zu konzentrieren. Wie könnte man das besser machen, als mit einer kleinen Reise, zu der mich mein neuer Arbeitgeber und ein Geschäftspartner eingeladen haben. Wien, ich komme. Doch bevor ich komme, hat mir die Natur noch eine Aufgabe in den Weg gelegt- Nein, nicht mein blendendes Aussehen, sondern einen Berg in Island, der wohl etwas Erkältet ist, denn dieser hustet unaufhörlich Asche in den Himmel über Europa.
Somit stand also mein Abflug von Dublin noch in den Sternen, oder in den Aschemolekülen, ganz wie Ihr wollt. Am Tag vor meinem Abflug war der Flughafen noch Dicht. Zur Sicherheit Quartiere ich mich zusammen mit Hubertus, einem Freund der Familie, gleich neben dem Flughafen in einem Hotel ein. Wir ließen es uns auch nicht nehmen einen kleinen Spaziergang zum Flughafen zu machen. Das war schon sehr Surreal, diese Leere, kaum zehn Leute da, eine Staffel von Taxen die da sicherlich standen weil sie nicht wussten wo sonst zu stehen und auch nichts anderes gelernt hatten. Die Vögel sangen laut und genossen die Ruhe über und unter sich. Das war schon irgendwie ein komisches Gefühl da so herum zu laufen. Also hofften wir, das wir unsere früh Flüge bekommen würden.
Also standen wir ordentlich früh am Eincheck Schalter und durften uns davon überzeugen das auch viele andere recht früh flogen, war ganz schön was los. Doch wir kamen gut voran und lernten auch gleich ein paar Deutsche Grazien kennen die uns mit einem “Hallloooo!??!” darauf aufmerksam machten das wir uns Aus versehen vor sie gestellt hatten. Na da habe ich ja schon wieder etwas worauf ich mich in Deutschland freuen darf. Hubertus verabschiedete sich Richtung Düsseldorf und ich nahm mein Schläfchen im Flieger Richtung Wien.
Wien, da lag es nun also, so unter mir und ich war schon recht gespannt, war ich doch noch nie in Wien. Was macht man überhaupt in Wien? Und so früh? Mein Meeting sollte ja erst am nächsten Tag sein. Hm, Wien….. na mir wird schon was einfallen dachte ich noch so bei mir und schon war ich draußen, aus dem Flughafen. Rein in die CAT, welche mich ganz nah an meinem Hotel wieder ausspuckte. Das Hotel lag sehr gut gelegen im Herzen der Stadt. Einer Stadt mit rund 1,7 Millionen Einwohnern die alle wie der Hans Moser reden, okay fast alle. 1221 bekam Wien das Stadtrecht verliehen, was uns sagen will das es eine recht alte Stadt ist, viel Geschichte und so. Vor allem die Habsburger drückten Wien ihren Stempel auf. Und auch heute noch gilt Wien, wegen seiner Geografisch sehr guten Lage, als eine der wichtigeren Metropolen in Europa.
Viel alt gibt es hier, also ich meine weniger die Einwohner, vielmehr die tolle Altstadt. Besonders nett fand ich das man mir zu Ehren noch schnell einen Dom da hin gestellt hatte, der Stephans Dom wird gerade wieder etwas aufgefrischt. Auffällig fand ich allerdings das die Geschichtsbücher nicht zu stimmen scheinen, so steht dort doch das die Türken die Stadt erfolglos belagert hatten, doch bei dem Angebot von Kebab in der Stadt, wage ich zu bezweifeln was da so steht.
Für mich gab es zum Frühstück lecker Tafelspitz, beim Pachalter (oder so ähnlich), berühmter Laden und die Referenz wenn es um Tafelspitz geht. Und ich muss sagen es war lecker. Ich gewöhnte mich auch gerne daran wie schnell ich doch in den Akademiker Stand gehoben wurde: “Darfs noch etwas sein Herr Doktor.” Sehr nett diese Stadt. Verwöhnt von diesem Titel betrat ich dann auch das nächste Kaffeehaus und korrigierte sogleich den Kellner, er: “Darfs noch etwas sein?” ich: “Darfs noch etwas sein, Herr Doktor? Soviel Zeit muss doch sein.” Spaß verstehen die auch nicht. Er verabschiedete mich dann mit: “Schönen Tag noch Herr Direktor.” So schnell geht es in der Karriere Leiter nach unten.
Und so wanderte ich durch die Stadt, der Kaiser und Kriegsherren. Die Museen die sich rechts und links von mir auf türmten laden zu einem längeren Verweilen ein. Frühling war es in der Stadt und somit gab es keinen Grund in eines der Museen rein zu gehen. Ich schlenderte an all den Sachen vorbei von denen man schon mal irgendwie was gehört hatte: Sacher, Oper, Dom, Satdtpark, Heurigen, Kaffeehäuser…….. und auch an unzähligen Monumenten und Statuen, die von unzähligen Tauben beschissen wurden. Es war ordentlich was los denn es waren auch gerade die Musikwochen. In den vielen Parks und Grünflächen der Stadt lagen die Leute in der Sonne oder Saßen in den Heurigen und den Biergärten und genossen den Frühling. Unzählige Touristen brachten einen wirr war von Sprache und Kultur in das Ganze, leider hatte ich meine Kamera daheim vergessen.
Ein schönes Bier im Park gab mir dann den Abschluss des Tages und ich freute mich schon sehr auf den nächsten Tag. Wir wurden abgeholt (ein Dänischer Kollege und ich) und trafen uns dann mit meinen anderen neuen Arbeitskollegen in der Firma welche uns eingeladen hatte. Nach getaner Arbeit ging es dann wieder im Konvoi zurück in die Stadt. Hier durften wir uns kurz erholen, was wir aber übersprangen und wir gingen direkt über zum gemütlichen Teil. Nur soviel, meinen Vorsatz wenig zu trinken, da ich ja wieder früh raus und fliegen musste, konnte ich nicht erfüllen. Also ging es in das Schweizerhaus, welches wohl der größte Biergarten Österreichs ist, mitten im Prater. Und das war groß da und wir hatten Reserviert, was auch gut war. Es gab Stelzen und Handel, also Haxen und Hähnchen und die Haxen/ Stelzen waren mal so richtig groß, alleine kaum zu schaffen. Um eine lange Geschichte kurz zu machen, der Abend nahm seinen lauf, das Bier hörte nicht auf an unseren Tisch zu kommen und die Bereitschaft sich mit den anderen Gästen in tief Philosophische Gespräche zu vertiefen, nahm rapide zu.
Wien wimmelt von Paarungsbereiten Großstädtern und ich weiß wirklich nicht mehr wie die alle geheißen haben, aber nett waren sie alle. So gingen wir vom Prater in die Stadt und ja…….. um 4:30 Uhr war ich wieder im Hotel, um nach drei Stunden Schlaf meinen Weg zum Flughafen zu versuchen, der Schlaf im Flieger (der trotz Aschemolleküle flog) war sehr hilfreich.
So denn, ab mit Euch nach Wien, tolle Stadt, tolle Menschen. Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und kann Euch sagen, noch 7 Tage und dann war es das fürs erste aus Irland.
Geschrieben in Aus aller Welt, Irland | 3 Kommentare »