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Archive für November 2009
www.stephan-in-oslo.no
14.11.2009 von shanne2685.
„Wenn die Wolken, von Stürmen geschlagen,
jagen:
Himmel von hundert Tagen
über einem einzigen Tag.“
Rainer Maria Rilke
Ja gestürmt hat es die Nacht hindurch, das Meer wurde ordentlich durchgewühlt und die Fische zogen ihre Wasserfesten Schuppen an. Doch wir sind mehr gewöhnt als diese Laue Briese, wo in Deutschland wahrscheinlich bereits der Notstand ausgerufen wird. Das Gartenhaus steht noch einwandfrei.
Das war letzte Nacht und jetzt fragt Ihr Euch natürlich, was war denn die letzte Woche. Wie die meisten von Euch wissen war ich ja etwas in der Welt unterwegs und so zog es mich bereits am Montag nach Norwegen, Oslo war das Ziel- natürlich beruflich. Doch ein wenig Vergnügen durfte auch sein. Also, ab nach Dublin an den Flughafen, in den nächsten Flieger gestiegen und bereits nach zwei Stunden war ich in Oslo angekommen.
Netter Flughafen, nette Leute, da bietet es sich doch an, nach dem besten Weg zum Hotel zu fragen. Der freundlichen Dame am Infostand mein Ziel mitgeteilt, sofort bekam ich die eingeforderten Informationen und ich wurde zum Busstand B25 entsandt. Da ich im Internet (das Internet lügt nie!) gelesen hatte das die beste Verbindung zum Hotel der Zug sei, fragte ich zur Sicherheit nochmals- „Nein der Bus ist der Weg.“ Also gut…..
600 Kronen an den Busfahrer übergeben und los ging es. Über Landschaften, die Skandinavischer nicht sein konnten. Nach kurzer Fahrt bog dann der Bus in die Einfahrt des Hotels ein. „Hm?“ dachte ich so bei mir- „Oslo hatte ich mir irgendwie größer vorgestellt, so mit Häusern rund herum und vielleicht auch ein paar Menschen.“ Nachdem ich dem Busfahrer von meinen Erinnerungen erzählt hatte, als ich mit meinem Vater in Oslo war, im Rahmen einer Skandinavien Tour mit dem Zelt, Okay ich gebe zu, ich war damals 11 oder so und wenn man so jung ist, dann wirkt alles etwas größer……… Der Busfahrer schien zu verstehen und bemerkte sogleich, das ich zu meinem Hotel besser mit dem Zug gefahren wäre. Nachdem der Busfahrer 600 Kronen an mich übergeben hatte, befand ich mich wieder am Flughafen. Der Zug war sehr schön und modern……. um zum Hotel zu kommen, musste ich dann noch mit dem Taxi durch die Stadt fahren.
Leider sah ich nicht all zu viel von Oslo, denn es war dunkel. Als ich um 15:30 Uhr den Flughafen verließ, war es schon leicht dunkel, also nicht Zappenduster, Zappenduster wurde es gegen 16:15 Uhr und danach wurde es dann mal so richtig dunkel. Wie die das bloß aushalten die Osloraner? Und im Sommer ist ja dauernd hell. Ne, da lobe ich mir doch unseren Sturm und Regen hier auf der Insel, da weiß man wenigstens was man hat.
Das Hotel war sehr schön und wird derzeit Renoviert, was aber den Schlaf nicht daran hinderte seine Arbeit zu machen. Bevor er das aber konnte, erwartete mich noch eine Besonderheit. Denn Facebook sei Dank, habe ich wieder den Kontakt zu alten Freunden gefunden, die ich vor 20 Jahren in Dänemark, im International People College kennen gelernt hatte und mit denen ich 4 Monate meines Lebens verbrachte. Und Lise und Harald luden mich spontan zu einem Abendessen in ihr Zuhause ein.
Also wieder ab ins Taxi und runter zum Hafen, wo bereits Harald auf mich wartete und hätte ich nicht zuvor ein Bild gesehen, dann hätte ich ihn sicherlich nicht erkannt, gut 20 Jahre sind dann doch eine lange Zeit. Er erkannte mich jedoch sofort und war überrascht das ich immer noch so Jung und Zeitlos elegant aussehe (gut, so ungefähr hat er das gesagt). Dann ging es ab auf eine Fähre und 20 Minuten später befanden wir uns auf einer Halbinsel vor Oslo, wo uns bereits Lise und ihre Tochter mit dem Auto erwarteten. Kurze Tour über die Insel und dann kamen wir beim Haus an. Hier wartete schon ungeduldig ihr Sohn, denn meine Ankunft brachte doch etwas Neugierde in die Kinder, schließlich verstanden sie nicht so ganz, wie ihre Eltern und ich in eine Gemeinsame Schule gehen konnten.
Das Haus stand am Ausläufer eines voll Granit gestopften Berges, es war ein mehrgeschossiges weißes Holzhaus mit einem schönen Terrassen Garten. Innen war es offen und hell und versorgte die Bewohner mit viel Platz. Und dann war da noch diese Aussicht, denn von den großen Fenstern in Küche und Essbereich, konnte man über den Fjord auf das Nächtlich Funkelnde Oslo hinüberblicken. Ich kam aus dem Blicken gar nicht mehr raus. Ein tolles Haus.
Und der Abend? Fantastisch! Wir haben viel gelacht, hatten uns viel zu erzählen und schauten uns das alte Jahrbuch an. Erzählten uns was wir so getrieben haben in der Zeit und was wir gerne getrieben hätten und wie schön es doch war. Wir verstanden uns so gut, das ich natürlich zum Gegenbesuch geladen habe und das Lise und Harald mich im Sommer gerne auf ihr Segelboot mitnehmen möchten.
Spät wurde es und ich nahm die letzte Fähre zurück auf das Festland, nicht ohne einen Blick zurück zu werfen und festzustellen, das der Abend viel zu kurz war. Nur um am nächsten Morgen festzustellen, das der gestrige Tag viel zu lang war, denn ich hatte ja noch ein Meeting, der eigentliche Grund meiner Reise.
Wie gesagt, von Oslo hatte ich nicht viel gesehen und am Mittwoch um 4 Uhr morgens war die Nacht dann auch schon wieder rum (gut, nicht in Norwegen) und ich musste zum Flughafen, von dort ging es dann in einem vollen Flieger (hätte ich nicht gedacht) rüber nach Kopenhagen. Dort konnte ich dann Frühstücken, denn ich hatte zwei Stunden Aufenthalt um dann weiter nach Dublin zu reisen.
Wie Ihr seht hatte ich eine Ereignisreiche Woche und ruhe mich nun mal schön aus. Der Sturm hat sich auf das Meer zurück gezogen und sogar die Sonne lässt sich jetzt blicken. Wer sich jetzt schon fragt ob man mich an Weihnachten in der Gegend sieht, dem sei gesagt, das meine Pläne gerade etwas verworren sind. Der Plan sah vor das ich nach Brasilien fliege, um dort noch jemanden aus der guten alten Zeit zu treffen, leider ist der Flug in diesem Zeitraum unglaublich teuer, so das ich das wohl auf den April verschieben werde, sofern sich nicht doch noch in günstiger Flug findet. Somit komme ich wahrscheinlich ins Land und lasse vielleicht sogar mit Marvin ein paar Raketen steigen, war er doch sehr enttäuscht das ich ihm für Sylvester bereits abgesagt hatte. Aber ich möchte noch nichts versprechen, da ich doch irgendwie so ein Südgefühl in mir trage……
Ich wünsche Euch ein drolliges Wochenende und gehe jetzt mal einen Tee kochen………
Geschrieben in Stephan leckt am Frosch, Allgemein | Keine Kommentare »
Und das macht die Cindy…..
12.11.2009 von shanne2685.
Geschrieben in Stephan leckt am Frosch | Keine Kommentare »
Damals hinterm Mond
7.11.2009 von shanne2685.
Ja damals waren die Zeiten noch hart- in Belfast…….. Gewagter Anfang für den heutigen Blog was? Ja da bin ich wieder hier und es wir Zeit das ich mal wieder etwas zu Papier…. äh zum Bildschirm bringe. Ich hatte mich in der letzten Zeit etwas zwischen Zeit und Raum befunden und die eine oder andere Zeitreise begangen. So flog ich mal schnell in die Schweiz, dann rüber nach Deutschland, dann wieder zurück nach LaLa Land und dann schnell ins Land der Königin. In der Schweiz war ich natürlich Geschäftlich und in Deutschland zum Erholen und um mal wieder gut Thailändisch zu essen. Wo kann man das heute schon noch?
Wieder zurück, durfte ich dann für eine Woche in den Norden fahren- Belfast hieß das Ziel. Da ich mich hier ja zur Zeit alleine herumlümmel , darf ich dort auch noch hin. Zuerst dachte ich nicht an eine besondere Reise. Was sollte in Nordirland schon groß anders sein als hier im sonnigen Süden? Doch ich wurde sehr positiv überrascht und muss sagen, Belfast hat was. Erinnerte mich ein wenig an London, nur in klein… sehr klein….. im Vergleich zu London. Tolle Bauten erwarteten mich dort, ein Riesen Rad (wie in London… nur eben kleiner…nicht sehr viel kleiner) und auch schöne Pubs mit kleinen Räumen darin. Außerdem einen Shoppingtempel der seines gleichen sucht und mit einer beeindruckenden Architektur aufwarten konnte, den Herr Netzwerkjäger wird interessieren das dort gerade ein Apple Store eröffnet wird.
In diesem Center gab es auch was zum beißen, nein keine Popos, sondern etwas zum Essen. Wir entschieden uns, vor dem Hintergrund einer großen Auswahl, für den Portugiesen. Also rein in die nett Dekorierte Stube und einen Platz ergriffen. Sehr schnell gesellte sich ein Tellerträger zu unserem Tisch und stellte uns die Frage: “Ihr seid zum ersten mal hier, oder?” Das ganze mit einem sehr undeutbarem Blick. Ich fragte ihn natürlich ob wir damit bereits einen ersten Fehler gemacht hätten- Spaß verstehen die Portugiesen auch nicht. “Nein” meinte er. “Es ist nur so, das Ihr an der Türe wartet bis man Euch einen Platz zuteilt.” . Grundsätzlich eine gute Idee, bemerkte ich, nur wenn da weder ein Schild noch ein freundlicher Mitarbeiter einen darüber aufklärt, dass das die Regel ist, ja wie soll ich das dann wissen? (Das ganze in Englisch, gar nicht einfach). “Na egal.” Sagte er und übergab uns die Speisekarten mit der Frage: “Ihr seid zum ersten Mal hier, oder?” - Also so langsam wurde mir das Lokal unheimlich!
Also erklärte er uns, das wir aus vier Schärfegraden wählen können, Vorspeise, Haupt speise, Dessert. Mit unserer Wahl begeben wir uns zu der Theke und bestellen. Dann bekommen wir das an den Tisch geliefert, wo wir uns dann noch mit verschiedenen Soßen die Schärfe weiter einstellen können. “Aber Ihr müsst vorher bezahlen.” Sagt er und entschwindet- Eigentlich ein guter Zeitpunkt sich ein anderes Lokal zu suchen.
Das Essen kam und ich muss sagen es war sehr lecker, alles in Piri Piri Soße und gut durch und tot. Und bevor Ihr auf einen Lacher am Ende hofft: Nein, es brannte nicht zweimal. Besteck wurde uns vom Obermuffel nicht empfohlen, dafür gab es bei den Soßen einen Wasserhahn.
Das war Belfast, kurz und knapp. Viele Fotos habe ich leider nicht geschossen, hat sich nicht so ergeben. Das Hotel war spitze und es gibt auch viele andere gute in der Stadt. Der Name? Keine Werbung hier, aber es war ein Skandinavisches. Was mir eine elegante Überleitung zum nächsten Punkt gibt……
…..denn mein nächstes Ziel ist die schöne Stadt Oslo, von der ich leider nicht viel sehen werde, da ich zum Arbeiten da bin und ich bereits um 5:20Uhr wieder im Flieger sitzen muss, um über Kopenhagen zurück nach Dublin zu fliegen. Aber das schöne an der Oslo Sache ist, das ich Lise und Harald treffe, die mich spontan (nach dem ich gefragt hatte wie das Wetter ist wenn ich in Oslo bin) zum Abendessen eingeladen haben. Ich werde also nach dem Hotel Bezug, mit Harald eine Fähre nehmen und nach……. keine Ahnung wo fahren. Das Tolle ist, diese netten Menschen habe ich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen, da sage ich doch einmal Danke an Facebook: Danke Facebook…
So weit von hier, sonst gibt es nichts neues in LaLa Land, außer das es regnet und kalt geworden ist. Es beginnt die Zeit des Tee trinkens, des Musik lauschens und des Lesen. Wäre ich poetisch veranlagt, würde ich Euch jetzt noch ein nettes Gedicht vortragen, aber ich verschone Euch und hinterlasse Euch dafür ein Lied, welches Euch hoffentlich gefällt, vielleicht sogar zwei Lieder……
Und ein paar Bilder gibt es noch, von Belfast (um genau zu sein, die drei die Ihr oben bereits gesehen habt) und von den Jungs in Irland………
Geschrieben in Irland | 8 Kommentare »







