Archive für August 2009

Le Havre- Stadt der Architektur

Le Havre, die größte Stadt der Normandie liegt an der rechten Seite der Seine und verfügt nach Marseille über den zweit größten Hafen Frankreichs. Nach Le Havre rein kommt man also übers Meer, oder auch gerne mit dem Flugzeug. Doch ich nahm die Straße wie es sich gehört, auf meinem Weg zurück nach Irland und dieser Weg lohnt sich, denn nach Le Havre rein und wieder raus kommt man jeweils über imposante Brückenbauwerke die sich über die Seine erstrecken. Die Seine kann hier eine breite bis zu 5 Kilometern haben!

 

1518 gegründet ist Le Havre nicht all zu alt, angefangen hat es als kleines Bauern- und Fischerdorf und galt dann natürlich auch als militärisch Strategischer Standort, da günstig gelegen an der Einmündung in die Seine und somit dem Weg in die Hauptstadt, Paris.

 

Die genaue Geschichte der Stadt könnt Ihr natürlich toll in Wikepedia nachlesen. Was den Reisenden heute in die Hafenstadt treibt, ist Ihre Weltbekannte Architektur mit der es die Stadt sogar zur Aufnahme in den Katalog der UNESCO, als Weltkulturerbe gebracht hat. Zu verdanken ist dies Auguste Perret, nach dessen Plänen der Stadtkern wieder Aufgebaut wurde. 1978 kam dann noch ein Kulturzentrum dazu, welches von keinem geringeren als Oscar Niemeyer errichtet wurde, das „ Maison de la Culture du Havre“ der von der Bevölkerung nur „Le Vulcan“ genannt wird (siehe Fotos). Mich hat dieses eher an die Kühltürme von Leibstadt erinnert, aber Kunst ist halt Kunst, spannend sieht es allemal aus.

 

Nach Perret’s Plänen wurde auch die Stadtkirche (St. Joseph) gebaut, die mit ihrem 107 Meter Turm kaum zu übersehen ist. Verkleidet mit tausenden Glasbausteinen, glänzt sie in der Nacht. Sowohl an die Zerstörung der Stadt im Krieg soll sie erinnern, aber sogleich auch als ein Leuchtturm in die Stadt weisen. Hoffen wir der Kapitän bremst früh genug. Und noch einen Turm hat er der Stadt gegönnt, den 72 Meter hohen Rathaus Turm der den größten Rathaus Platz Europas überblickt (bei all den Superlativen könnte man glatt meinen man sei in Irland gelandet).

 

Und auch Architekt Jean Nouvel hat sich hier bereits Ausgetobt, 2008 eröffnete ein von ihm entworfenes Erlebnisbad in den Docks der Stadt. Überhaupt ist der riesige Hafen sehr spannend und lädt, wie Ihr sehen könnt, geradezu zu einer Fototour ein, zumal er befahrbar ist und es nahezu keine Absperrungen gibt. Zahlreiche Zug- und Schwenkbrücken führen über die Kanäle die zu den Bassions führen.

 

Vor den Toren der Stadt befindet sich auch das größte Renault Werk. Hier werden also die Autos mit den Sofasitzen hergestellt.

 

Ab dem fünften Lebensjahr wohnte auch Claude Monet in Le Havre. Auch heute lässt sich feststellen das Le Havre einen Ausgeprägten Sinn für Kunst hat (sicherlich geprägt durch das Erscheinungsbild) zahlreiche Galerien und Museen laden ein und auch viele Veranstaltungen werden geboten. Das Hotel in dem ich war kann ich nur empfehlen das „Le Art“ Hotel Best Western ist ein Erlebnis für sich, schon alleine mal den Fahrstuhl anzusehen lohnt sich. Im alten Fort der Stadt entsteht zur Zeit eine Grüne Experimentieranlage, es wird versucht Pflanzen aus aller Welt an dieser sehr exponierten Lage zu Züchten, ohne zu großen Einfluss zu nehmen. Auch wenn es noch im Wachstum ist, sehr sehenswert bei freiem Eintritt, lediglich für das Gewächshaus hinterlässt man einen Euro.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß mit den Bildern. Gibt dem Video noch ein bisserle Zeit, habe es in HD geladen, das heisst die Qualität verbessert sich noch. Natürlich könnt Ihr die Bilder auch auf Flikr anschauen.

Wenn Kamele kotzen könnten- sie würden es in Djerba tun

Und schon ist er fast wieder vorbei, der Urlaub, drei Wochen…. heul. Hatte mich gerade erst an das süße Leben gewöhnt, doch der nächste Urlaub kommt bestimmt. Doch was habe ich nicht alles erlebt in meinem Urlaub. Da war der siebziger vom Papa, da war das Auto in der Werkstatt und wurde danach gerammt (hat sich gelohnt), dann war da Djerba, Frankreich und das Schwabenland. Die Chilbi habe ich sogar für einen Abend mit gemacht und ein Haufen Leute habe ich getroffen, leider mal wieder nicht alle, aber ist ja auch Urlaub gewesen.

 

 

Nun war ich also auch mal in Djerba, All inclusiv. Djerba- kann man mal anschauen, muss man aber nicht unbedingt anschauen. Und wer ist überhaupt man? Man sind der Frau Hübner und ich, mein alter Wanderkamerad begleitete mich also nach Djerba, wo uns mollig warme 40°C freudig am Flugzeug Rand begrüßten. Klar ist das heiß, aber ich geh ja in den Urlaub um was “anderes” zu haben. Und um mich zu akklimatisieren von Irland (14°C), bin ich ja erst noch davor in Deutschland gewesen.

 

 

Da ein Urlaub bei mir meist etwas mit Abenteuer zu tun hat, wurden wir gleich am Flughafen von der Reisegesellschaft mit den Worten „Wir haben da ein Problem.“ begrüßt. War ja irgendwie zu erwarten. Das Problem, dass Hotel war über bucht und somit mussten  wir in ein angebliches 4 Sterne Hotel ausweichen, 5 * waren gebucht. Nach einem Bus Transfer kamen wir dann dort auch an, der erste Eindruck war nicht zu schlecht (siehe auch Bilder).

 

 

Doch es war halt nicht das was wir gebucht hatten. Zimmer dreckig, Toiletten und Bad nicht sehr lecker. Ein Liegen am Pool war fast nicht möglich, es sei denn man hatte einen Gehörschutz mit dabei, denn die Animateure gaben ihr Bestes um auf sich aufmerksam zu machen. Blieb noch der Strand der Abseits vom Hotel herum lag. Auch hier Musik für ganz Taube aber immerhin keine Animation und recht guter Sand mit gutem sauberen Salzwasser. Aber wer glaubte er könne hier ruhig herum gammeln, hatte die Rechnung ohne die Strandverkäufer gemacht, die hartnäckig zeigen wollten wie toll und billig (sagsch du niemand was habe gesagt Preis zu dir, spezial) Ihre diversen Aktivitäten sind.

 

 

Das Essen ging einigermaßen, wobei das All inclusiv nicht immer ganz verständlich war. Da es sich um ein Familien Hotel handelte, war leider das Nachtleben auch nicht der Bringer und so gab es früh Bett Ruhe, sofern man denn mit einer nicht funktionstüchtigen Klimaanlage an Schlaf denken konnte.

 

 

Einzige Aktivität die wir da machten war das Jetski fahren, was wirklich großen Spaß machte. Kennen gelernt hatten wir zwei ganz junge Mädels aus dem Frau Hübner seiner Heimat. Und noch drei Damen aus Berlin (Mutter mit zwei Töchtern) (nein nicht die vom Grill), doch diese Teilten unser Schicksal mit dem über buchten Hotel und wurden unsere Verbündeten.

 

 

Dann stand der Umzug an, bei einer Woche Urlaub, nach drei Nächten wieder um zu ziehen, ist ehrlich gesagt eine Zumutung und hat mit Erholung nicht wirklich was zu tun. Also fuhren wir mit dem Taxi zum gebuchten Hotel. Abgelegen lag da also das Vinci Hotel 5 Sterne. Erster Eindruck, wieder mal sehr gut. Auffällig war als erstes die Ruhe im Gegenteil zum anderen Club Hotel. Allerdings mussten wir eine ganze Zeit warten bis wir die Zimmer beziehen konnten und uns fehlte somit wieder ein halber Tag Strand. Dann bemerkte ich auch noch wie sich ein Gast an der Rezeption beschwerte- das gab mir dann schon etwas zu bedenken. Und dann stürzten wir uns in dieses Hotel leben.

 

 

Außen Hui innen Pfui. Glänzte das Hotel noch auf den ersten Blick, wurde man auch hier schnell enttäuscht, im gesamten Hotel schien die Klimaanlage nicht zu funktionieren, sie ging jedoch zum Glück in meinem Zimmer, bei meinem Mitreisenden war sie mit fünf Klopapierrollen gesichert. Sauberkeit war hier nun wirklich ein Fremdwort. Ganz toll war das auch am Pool, als ich hier einen Kellner darauf aufmerksam machte das hier Scherben lagen und bereits ein Kind rein getreten war, waren diese nach 5 Minuten immer noch nicht weggewischt und ich glaube nicht das sie je weg gewischt wurden.

 

 

Sowieso das Personal, noch nie habe ich unfreundlichere Leute gesehen, wer nicht von vornherein mit Trinkgeld schmierte, brauchte nicht viel zu erwarten. Was mir das ein ums andere mal den Kragen platzen ließ. All inclusiv hätte man sich getrost sparen können, da es hier dem Gast so schwierig wie möglich gemacht wurde an sein Recht zu kommen.

 

 

Das Essen war allerdings wieder sehr gut. Was mich vermuten lässt das man einen Auswärtigen Küchenchef genommen hatte. Abendprogramm gab es nicht wirklich, oder wurden von den Gästen nicht wirklich in Anspruch genommen. Erfreulicherweise gab es daher auch keine aufdringlichen Animateure (es sei denn man war eine Frau) und auch die Verkäufer hatten Anweisung ein Nein zu akzeptieren. Der Strand war hier direkt am Hotel, allerdings von einer Algenplage betroffen, doch gegen die Natur kann man halt nicht viel machen, somit lebten wir damit recht gut.

 

 

Als Aktivität hatten wir uns das Quad fahren raus gesucht, was ganz witzig war, aber auch nicht wirklich das große Abenteuer. Für unsere Berlinerinnen war es auch nicht das Traum Hotel, vor allem für die jüngere Tochter war es viel zu Ruhig und sie sehnte sich doch nach dem ersten Hotel zurück. Auch taten mir die drei ein wenig Leid, denn sie blieben eine Woche länger als wir und kamen somit genau in den Ramadan hinein und dieses Personal möchte ich mit schlechter Laune nicht um mich herum haben……..

 

Heul

Okay ganz so schlimm ist es nicht, aber ich bin zurück und ja, es regnet……. muss ich fast nichts mehr sagen, oder?

So hier schon mal ein kleiner Appetit Anreger, den Bericht zum Urlaub schreibe ich demnächst.

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