Archive für 18.6.2008

Neuer Job

 

Verehrter Fußballnarr, verehrte Fußballgeschädigte

 

was soll ich denn nun machen falls das hier mit dem Job nicht klappt? Na ich habe mir mal verschiedene Möglichkeiten angeschaut.

 

Zum einen gebe es da den Posten des Baustellenstehers- was macht der? Also folgendes, wenn Ihr hier in Irland an einer Baustelle vorbei fahrt, werdet Ihr immer einen arbeiten sehen und mindestens 3- 5 herum stehende die entweder diskutieren oder telefonieren, warum weiß kein Mensch.

 

Aber es gibt noch einen Baustellensteher und der steht an der Einfahrt oder am Eingang einer jeden Baustelle und telefoniert in der Regel (Iren telefonieren irre gerne). Was der genau macht weiß ich auch nicht, aber er steht da den ganzen Tag, meist mit Sonnenbrille gekleidet und sieht halt wichtig aus.

 

Ein anderer Job wäre der Safty Inspector auf einer Baustelle. Denn wer in Irland auf einer Baustelle arbeiten möchte, braucht einen Safty Pass. Mangels eines solchen, darf ich auf der Baustelle nur als Instructor arbeiten. Dazu melde ich mich im Baustellenbüro beim Safty Inspector, dem unterschreibe ich dann einen Wisch und er erzählt mir wie ich mich auf der Baustelle verhalten soll. Das erzählt er einem sehr schnell. Ich soll ihm unter anderem sagen wenn auf der Baustelle jemand Alkohol trinkt. Natürlich frage ich ihn ob es nicht besser wäre ich würde mit trinken- Humor hat der auch keinen.

 

Weil der so schnell spricht, frage ich mich echt wie viele der nicht Iren den Mann überhaupt verstehen. Aber scheint kein schlechter Job zu sein und man sitzt im Warmen.

 

Der letzte Beruf ist der, der Bahnschrankenwächterin. Ja, es gibt tatsächlich auch ein paar Eisenbahnen in Irland. Dummerweise führen die Schienen dieser teilweise über Hauptverkehrsstraßen. Da der öffentliche Nahverkehr nicht gerade zu den Steckenpferden der Iren zählt, gibt es natürlich keine Automatischen Schranken.

 

Naht ein Zug, geht die Bahnschrankenwächterin hinaus auf diese Straße, wirft sich vor den heran Nahenden Verkehr (ca. 50000 Autos täglich) und zwingt diese zum Stoppen. Dann schiebt sie die eine Seite zu (Schrankenarmlänge ca. 10m, trottet zur anderen Seite und schiebt diese Schranke auch zu. Somit ist die Schiene von den Schranken befreit. Sie geht zurück ins Haus. Da sie zurück ins Haus geht, weiß man das es jetzt länger gehen könnte. Und so geht es länger- um viertel nach Dienstag kommt dann der Zug, die Dame kommt wieder aus dem Haus, schiebt die Schranken vor die Schiene und gibt den Verkehr wieder frei.

 

Toller Job und mit eigenem Haus, direkt an der Straße und der Schiene. Verantwortung und man muss glaube ich keine Saftyweste tragen. Und da die Dame geschätzte 87 ist, wird die das eh nicht mehr lange machen- ich meine sie wird in Rente gehen.

 

Also Ihr seht, braucht Euch keine Sorgen machen……….. Ups, die Franzosen fahren Heim, gut sie haben es ja nicht weit.

 

Irland- Europameister der Herzen!

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