Archive für März 2008

Powerscourt Gardens

Schon wieder etwas zum lesen werdet ihr ausrufen. Aber klar doch, bin einfach fleißig dieses Wochenende (für die welche später dazu geschaltet haben, es sind jetzt drei Texte zu lesen, Danke) . Daher habe ich Euch heute auch mal wieder ein paar Fotos mitgebracht. Unser gemeinsamer Weg führt uns dieses mal nach Enniskerry in den Powerscourt Estate und da genau in den Powerscourt Garden. Zugegeben war ich da schon letzten Sonntag, aber da war ich halt eben noch zu Faul zum schreiben. So los geht’s:


In Enniskerry wohnt ja auch der Chris De Burgh wie ich ja bereits erwähnt hatte. Heute ist Enniskerry wirklich der Ort an dem die Reichen und die ganz Reichen wohnen. Jedoch 1760 errichtete Graf Richard Wingfield eine kleine Häuserreihe für seine Arbeiter. Enniskerry ist mit Galerien und Bioläden bewaffnet und man sollte sich ja nicht erlauben hier nach irgendetwas nicht in bodennaher Haltung gewachsenem zu fragen. Aber es ist ja auch wirklich ein Süßes Dorf und darf daher auch des öfteren als Filmkulisse her halten.


Die Parkanlage bzw. das Anwesen besteht bereits seit 1300, als die LePoer damals an dieser Stelle eine Burg errichten ließen (später wurde der Name ins englische Power übersetzt). Immer wieder fiel die Burg Angriffen zum Opfer und durfte daher des öfteren auch wieder aufgebaut werden. 1603 ging sie dann schließlich in den Besitz des neuen Marshall’s of Ireland über, den Grafen Richard Wingfield. Seine Nachkommen blieben 350 Jahre im Besitz des Anwesens und 1731 erhielt Richard Cassels den Auftrag, die gesamte Anlage mit einem netten Herrenhaus zu versehen. 1743 waren die Arbeiten beendet, doch schon 1787 wurde die Bude zu klein und es wurde ein weiterer Stock drauf gesetzt. Weitere Veränderungen folgten im 19. Jh. Die Wingfields gaben den Laden aber 1950 auf.


Das Schloss wurde von Grund auf renoviert und brannte dann aber kurz vor der Wiedereröffnung 1974, bis auf die Grundmauern nieder. Die Sportwaren Hersteller Familie Slanzenger erwarb das Anwesen, 1997 konnte dann Wiedereröffnung gefeiert werden. Es gab ein paar Läden, in denen man wirklich schöne aber auch teure Sachen kaufen kann, außerdem ein schönes Gartencenter und ein Hotel. Rund 100.000 Besucher strömen pro Jahr in die Anlage, weshalb ich Euch empfehle sich das schöne Teil unter der Woche an zu schauen. Dann könnt Ihr auch den Tierfriedhof in aller Ruhe betrachten, wo dann auch die Lieblings Milchkuh der Familie ihre letzte Ruhe gefunden hat.


Eintritt verlangen die auch, was ja nicht schlimm ist, will man sich aber noch den höchsten Wasserfall Englands und Irlands anschauen, darf man gleich nochmal löhnen. Das geht auch anders, der kluge Wanderer findet den Hintereingang. Wurde mir als Tipp gegeben.


 

Powerscourt Gardens 09.03.2008-

Powerscourt Gardens 09.03.2008

Powerscourt Gardens 09.03.2008

Powerscourt Gardens 09.03.2008

Powerscourt Gardens 09.03.2008

Kinder der 80er

Emilio Estevez, Anthony Michael Hall, Judd Nelson, Molly Ringwald, Ally Sheedy. Was diese Menschen mit den Achtzigern zu tun haben? Alles! Denn sie sind die Hauptdarstellen in dem wohl „Definitiven Film der 80.“ : “The Breakfast Club”.


Es gibt tatsächlich noch immer Kinder der Achtziger, die diesen Film immer noch nicht kennen (Hallo Conny), jetzt habt ihr die Möglichkeit Euer Wissen aufzu frischen. Denn “The Breakfast Club” wurde Digital Remastert und als DVD neu auf den Markt gebracht. Und ja, er ist immer noch sehr gut.


Die Story? Fünf Schüler, die so auf den ersten Blick so gar nichts mit einander verbindet, lernen sich im laufe eines Samstags beim Nachsitzen kennen. Zuerst sieht alles nach einer typischen Teenager Komödie aus, doch ganz schnell wendet sich das Blatt. Nach und nach fallen die Hüllen der mit aller Anstrengung der Jungend errichteten Mauern und Klischees in die man nur all zu gerne von der Gesellschaft gedrängt wurde, oder in der man hoffte sich wieder zu finden.


Beim Gemeinsamen Joint, werden die Gemeinsamkeiten der Charaktere klar. Alle kämpfen sie um Anerkennung. Jeder einzelne der Truppe, legt seine Psyche blank. Brian der Streber, den eine schlechte Note fast in den Suizid treibt. Clare aus reichem Haus, die sich nichts erlauben darf. Allison, ganz in Schwarz und voller Selbstzweifel und Mangelndem Selbstbewusstsein. Andrew und John, der eine ein Sportass, der andere aus einem Gewalttätigem Elternhaus.


Tiefer und tiefer zieht sich die Spirale und am Ende sind die Dinge sichtbar, die Dinge, die auch heute noch das Leben eines Schülers, eines Heranwachsenden schwierig machen. Schon damals war es nicht leicht, ich zum Beispiel weine meiner Schulzeit keine Träne nach. Auch wenn alles eine Schule des Lebens ist. Und es letzten Endes an einem selbst liegt was man daraus macht. Aus meiner Schulzeit sind nicht viele übrig, von denen man behaupten könnte, sie hätten was aus sich gemacht. Und auch heute können wir uns noch teilweise in den Darstellungen der Protagonisten wieder finden, wenn sie doch versuchen sich in der Gesellschaft zu behaupten und sich dem Gruppenzwang zu ergeben. Leben wir für uns selbst oder ist es uns wirklich so Egal was die Nachbarn denken? Brechen nicht einige von uns zusammen unter dem Leistungsdruck der von ihnen erwartet wird? Wundern wir uns dann immer wieder, wieso diese Menschen den Freitod gewählt haben? Und all diese Empathien und Beziehungen, wie lange sollen sie andauern, den nächsten Tag? Clair bringt es auf den Punkt: „ Sei nicht böse, wenn ich morgen nicht Hallo sage.“ Dieser Satz zeigt die Problematik sich diesem Druck und der Erwartungshaltung, sich dem eingenen Bild oder dem Bild der anderen zu entziehen. Brian, der am Ende des Films für alle die Strafarbeit schreibt, endet mit den Worten: „Wir halten Sie für verrückt, uns einen Aufsatz darüber schreiben zu lassen wer wir sind. Was interessiert Sie das? Sie sehen uns, wie Sie uns sehen wollen!“


Emilio Estevez, stammt aus der Berühmten Sheen Familie, Vater Martin und Bruder Charlie. Er hatte noch einige Filme und Arbeitete dann als Regisseur. Er war unter anderem mit Paula Abdul verheiratet.


Anthony Michael Hall, spielt derzeit in der Serie Dead Zone mit. Er hatte aber noch einige andere Filme. So natürlich LISA der Helle Wahnsinn, feuchter Traum aller pubertierenden. Und an der Seite von Chevy Chase in „Die schrillen vier auf Achse“.


Judd Nelson war Teil des Brat Packs, so wurden dir Schauspieler genannt, die meist an so genannten Cliquen Filmen mitspielten. Leider ist auch er mit den Filmen verschwunden.


Molly Ringwald: Auch sie gehörte zum Brat Pack, doch blieb sie noch lange im Gedächtnis der Medien. Obwohl es auch sie nie wieder zu einem wirklichen Kassenschlager brachte. Nur von guten Kritiken alleine kann auch Frau Ringwald nicht leben. Sie nahm sich aber in „Nicht noch ein Teenie Film“ sich selbst und ihre Filme ein wenig auf den Arm. Lustiger Film. Leider lehnte sie damals „Pretty in Pink“ und „Gohst, Nachricht von Sam“ ab.


Ally Sheedy konnte auch nicht an ihre Erfolge anküpfen die ihr die 80. ein brachten. Nummer 5 lebt und Kevin alleine in New York bescherten ihr nur noch Gast Auftritte.


Also, schaut Euch diesen tollen Film nochmal an und reist zurück zu Eurer Jugend. Viel Spaß dabei!

So Grün Grün Grün……..

Heilig war er, dieser Mann, der ca. 431- 461 das Christentum nach Irland brachte. Der Name dieses Mannes? Na, der Heilige Patrick. Und das wird ausgiebig gefeiert, am heiligsten aller Irischen Tage: Dem St. Patrick’s Day.


Alle Jahre wieder am 17. März, feiern Menschen in aller Welt. Meist in Grün gekleidet und mit ordentlich Alkohol unter der Mütze. So ziehen sie durch die Straßen, der Irische Karneval. Angeblich soll er am besten in New York sein, wir werden ihn in Bray erleben, wenn denn das Wetter mit spielt.


Aber wer war der Typ eigentlich? Also genau genommen war Patrick gar kein Ire, sondern aus dem Südosten Schottlands und er sprach Gälisch, so wie es damals üblich war, als die Römer Britannien besetzt hielten. Der erst 16. jährige Patrick wurde damals von bösen Menschen nach Irland entführt, wo er als Sklave arbeiten musste. In Irland wurde er zum Christen und schaffte es aus der Gefangenschaft zu fliehen und nach England zurück zu kehren. Da entschied er sich dann auch, es sich zur Lebensaufgabe zu machen, die Iren zum Christentum zu bekehren. So ließ er sich zum Priester weihen und wurde schließlich zum Bischof von Irland ernannt. Mit dem lustigen Hut auf dem Kopf trat er also die Reise nach Irland an.


Patrick war durchaus erfolgreich, er startete seine Mission von Armagh aus und an der Stelle, an der damals seine alte Kirche stand, befindet sich heute die St. Patrick’s Church of Ireland Kathedrale. Schon nach 30 Jahren hatte er einen großen Teil der Iren getauft, waren es nun Adlige oder auch Bauern, ihm war das schnurtz. Durch seine Arbeit gliederten sich schnell Diözesen und Gemeinden, die zahlreichen Klöster die er gründete, waren lange Zeit die Irischen Zentren der Wissenschaft und natürlich auch aller Klugen Menschen.


Ihr seht also, ein wichtiger Mann. Warum sich jetzt der Ire an so einem wichtigen Tag Komatös besäuft, weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall war das mit dem Paddy Day dieses Jahr gar nicht so einfach, da er ja in die Oster Woche fällt, doch die Kirche fand eine Lösung für die Gläubigen. Ihnen wurde erlaubt Paddy schon am 15. zu huldigen, aber die richtigen Paddy Fans machen das natürlich an der großen Parade und im Pub am 17. März.


So denn hoch die Tassen……………… Cheers!

paddy day

Belfast

 

Liebe Abenteurer und andere Stubenhocker


Heute ging es in Feindes Land. Von der Republik aus ging es in den Norden, nach Belfast! Mit Schuss sicheren Westen und ein bisschen Dynamit……… ja okay, wir hatten nur unsere Sicherheitswesten und die Helme für den Bau dabei. Ansonsten waren wir tapfere furchtlose Männer auf Klebe Mission. Die Knöpfe im Auto hatten wir nur für die Versicherung runter gedrückt.


Doch die Enttäuschung war natürlich groß, als wir erlebten, das hier ganz normale Menschen wohnen. Keine Militär in den Straßen, keine Kontrollen bei der Einreise. Noch nicht einmal eine Grenze. Einfach so da rein. Keine bemalten Häuser und kein trauriges Belfast Child.


Das einzige was noch an alte Zeiten erinnerte, war die Polizei Station, deren Foto ich bei gefügt habe. Und die Leute die wir da getroffen hatten, waren auch schwer in Ordnung und selbst ein kleiner Bibel Witz brachte sie nicht aus der Ruhe. Somit der ganz normale Irische Wahnsinn, schlechte Straßen, schlechte Autofahrer und das alles ziemlich grau. Einzig an den Englischen Schildern und natürlich an der Währung, konnte man erkennen, das man sich in einem anderen Land befand.


Unsere Überraschung des Tages (und da gibt es fast jeden Tag eine), fand dann in der Republik statt. Es war wieder einmal Stau auf der M50 (der größte Parkplatz Irlands), doch diesmal war es nicht der Berufsverkehr, sonder ein paar Gardais (Polizei). Eine Frau und ein Mann, beide mit Schutzausrüstung, auf der Baustellenspur. Soweit ja nichts besonderes. Aber da war weit und breit kein Polizei Auto zu sehen. Und was auch seltsam war, sie standen nicht in der Nähe einer Abfahrt oder sonstigem, also mussten sie Querfeldein gekommen sein. Und zu ihren Füßen sah man den Grund dazu, da lag nämlich ein Mann auf dem Bauch, mit den Händen auf den Rücken gefesselt und auch leicht blutig im Gesicht. Offensichtlich haben die zwei Gardais einen kleinen Wettlauf gegen diesen Mann gewonnen und ihm zur Belohnung auch noch ein Bein gestellt.


Schnell die Knöpfe runter……….

Belfast

Vielen Dank

Euer Daumen gedrücke scheint geholfen zu haben. Zwar habe ich den Vertrag noch nicht Unterschrieben, doch angeblich bekomme ich die Wohnung. Dürft mich also bald mal besuchen kommen. Zur Belohnung gibt es noch ein neues Video von der Katze. Viel Spaß:

Immer am Rand lang

 

Nun probiere ich schon zum x-ten Mal ein Irland Video ins www zu laden, aber es will nicht gehen. Ich war ja heute Wohnung gucken und die war wirklich ein Traum. Leider fehlen mir ein paar Referenzen aus Irland, daher verzögert sich das ganze ein wenig und ich werde Samstag nochmal da runter fahren. Das heißt Ihr müsst jetzt alle eine Woche lang die Daumen drücken. Denn da wollt Ihr mich bestimmt ganz gerne besuchen.


Heute bin ich daheim geblieben, weil ich irgendwie müde bin. Gestern Abend haben wir noch so den ober Architekten des irischen Fernsehens kennen gelernt, na gut so richtig kennen tun wir ihn nun auch nicht, doch die Iren sind irgendwie ganz verrückt nach dem Mann. Ich fand ihn jetzt allerdings nicht so den Brecher, na ja.


Morgen möchte ich gleich hier etwas in der Nähe anschauen, allerdings nur wenn das Wetter mit spielt, denn es soll sehr stürmisch werden. An der Dubliner Küste haben sie sogar Flutspeeren aufgestellt und eine Warnung heraus gegeben.


Apropoppo Küste, auf dem Weg nach Dungarvan (meiner hoffentlich neuen Heimat), war ich etwas früh dran. Daher hatte ich mich entschieden, ab Waterford nicht mehr die Hauptstraße zu nehmen, sonder ab zu biegen und die Küsten Straße zu nehmen. Die Bilder seht Ihr dann. Also wer mich mit dem Auto besuchen kommt, der sollte diesen kleinen Umweg in Kauf nehmen, denn das hat sich echt gelohnt. Viele Möglichkeiten zum Anschauen, einige Strände und ein Mega Naturschauspiel das sich mir da geboten hat. Aber wie gesagt die Bilder sind im Video. WELCHES JETZT DANN MAL HOFFENTLICH SEINEN WEG FINDET!!!!!


Wenn Ihr dann diesen Weg nehmt, kommt Ihr auch schon auf den richtigen Weg zu der Wohnung (für die Ihr ganz doll die Daumen drücken müsst). Die ist echt der Hammer.


……. Geh mir mal ein Bierchen holen…. noch ein Best buy Bier………


Schon besser. Also es geht auf jeden Fall voran mit der Wohnung, ich werde also hoffentlich Mitte ende März mit dem Umzug anfangen können. Ich möchte sehr gerne einen kleinen Spontanen Umtrunk machen, natürlich nur wenn Ihr Lust habt. Da ich allerdings mit dem Umzug beschäftigt sein werde und wahrscheinlich schlecht zum Organisieren komme, würde ich mich über ein wenig Hilfe sehr freuen. Berti aus Lienheim hat sich da auch schon Angeboten. Wo wir das machen sollen weiß ich auch noch nicht, aber wenn die Wohnung am Samstag leer wäre, könnten wir ja hier ein paar Garnituren rein stellen. Es gibt eh eine Reinigung des Teppichs und die Nachbarn sehe ich ja so schnell auch nicht wieder. Also spricht eigentlich nicht viel dagegen. Also lasst von Euch hören. Noch 52 Minuten upload für das Video, zum Glück ist noch Bier da………


 

Best buy!

Verehrte Biertrinker und andere Süchtige

Heute bei Lidl: Carlsberg 14,49 € 8 Dosen, das ist ein Schnäppchen, ich werd zum Säufer. Sláinte

Was es sonst Neues gibt? Am Samstag werde ich wahrscheinlich mein neues Haus übernehmen, ich stelle kein Bild rein, weil sonst wollt Ihr alle bei mir wohnen und wie ich gehört habe, ist da ja schon wieder wer Schwanger, ne ne ne, Ihr seid wie die Karnickel. Aber wenn ich mein Haus habe, dann heißt dass, das es bald eine Party gibt in Waldshut, wenn ich den Rest von meinem Zeugs umziehe. Also seid bereit! Bin bald ein paar Tage da.

Morgen bin ich Euch ganz nah, werde bis Freitag in Luzern sein. Wer das dringende Bedürfnis hat mich zu sehen, kann mich am Donnerstag besuchen, meine Nummer habt Ihr ja.

So dann, bis Samstag, ich hoffe das ich Euch dann von meinem neuen Hauptquatier berichten kann.

Messe die letzte

 

Nun ging es also auf die Piste. Die Instrumente (Gitarre, Bongos und Bodhran(Irische Trommel)) in den Kofferraum und ab in den ersten Pub. Vor diesem Pub stand ein Bus, der Pub selbst war…. hässlich, aber es saßen ein paar ältere Leute drinnen und sangen ein Lied. Als das Lied zu ende war, verließ ein Großteil der Leute den Pub. Mir wurde gesagt das diese Leute mit dem Bus eine Pub Tour machen (fragt mich einfach nicht was das heißt, ich weiß es nicht). Da der Pub nicht so der Renner war, beschlossen meine Begleiter nicht zu spielen, statt dessen wurden ein paar Guinness gekippt und der Wirt gesellte sich zu einem Gespräch zu uns und man wurde sich schnell einig das man mal im Pub aufspielen darf.


Weiter ging es dann nach Kells (Hicks), der Pub hatte seinen Namen nach seinem Inhaber Mad Matt. Viel versprechend, der Pub selbst war……. auch hässlich und hatte eine dieser schönen Toiletten, die die letzten paar Jahre keine Bürste gesehen haben. An der Bar lungerten ein paar Einheimische herum und tranken Ihre Biere. Auch ein paar Jugendliche waren da und lungerten um den Kamin herum. Dann kam Mad Matt, der Mann mit dem Glasauge. Mit dem Irren Blick und einem Haufen komischer Geschichten, von seinem Aufenthalt im Irrenhaus und den Polizisten die ihm aus dem Weg gehen und das er den einzigen Pub in Irland hat, in dem geraucht werden darf.


Die Jungs packten ihre Instrumente aus und setzten sich in ein Eck. Die Musikbox im Hintergrund lief weiter, das störte aber keinen. Dann wurden alte irische Lieder gesungen und mit den Trommeln begleitet. Schöne Lieder, dazwischen gab es immer mal wieder ein Pint. Bis wir schließlich schön die Lampen an hatten. Irgendwie lustig das ganze. Natürlich haben die zwei nichts für Ihren Auftritt bekommen, nur eine Runde Bier war aufs Haus, als Road Manager konnte ich davon profitieren.


Dann gingen wir irgendwann heim, da ich nicht gut geschlafen hatte im Hotel, fiel ich sofort ins Komma. Ich bin aufgewacht und wusste nicht so wirklich wo ich bin, als ich mich wieder gesammelt hatte, gab es eine super Dusche und diesen furchtbaren Geruch nach dem Genuss von Guinness. Dann holte mich mein Kunde ab und sagte mir das wir jetzt erst einmal Hurlen gehen. Okay, wie auch immer. Also holten wir noch meinen Vermieter aus dem Bett und gingen zur Ruine, stellten uns auf eine Wiese, Quatschten ein wenig über den Abend und schlugen uns ein paar Bälle zu, während die Schafe um uns weideten und die Krähen aus der alten Ruine empor Stiegen. Dann zurück und etwas Frühstück, danach dann schön easy zur Messe. Also irgendwie war das ein sehr irreales Wochenende.


Ich hoffe die Bilder mit dem Handy sind ein bisschen was geworden. Die Dinge an der Messe liefen auf alle Fälle sehr gut und ich habe wieder ein paar gute Kontakte knüpfen können und hier zählen Kontakte alles.


Kurz zur Ruine. Sie ist frei zugänglich und es gibt so gut wie keine Absperrungen, es kann sehr gut sein das Ihr hier ganz alleine herum geistern könnt. Es gibt auch einen alten Friedhof. Die Ruinen wurden im zwölften Jahrhundert errichtet und waren ein altes Kloster, der Hauptteil stammt aus dem 15. Jh. Insgesamt standen dort sieben Wohntürme die durch Mauern miteinander verbunden waren. Vergesst auf gar keinen Fall Eure Kamera! Ich Depp!!

Messe die Zweite

Jetzt bin ich also an diesem Geheimnisvollen Ort. Das Örtchen heißt Kells und liegt nahe Kilkenny. Es ist ein kleiner Geheimtipp wo ich hier untergebracht bin. Doch Moment, lasst uns von vorne beginnen.


Der Treffpunkt war eine alte Mühle, ca. 400 Jahre alt. Die Mühle ist eine Kornmühle und wird per Wasserkraft angetrieben. Sie ist immer noch voll funktionsfähig und ist als Museum ausgebaut. In dieser Mühle wohnt der Kunde von mir. Und ich kann Euch sagen, dass ich es noch nie so bereut habe, meine Kamera nicht dabei zu haben. Die Eingangstüre ist gerade mal 1,55 hoch und innen war alles sehr eng und natürlich sehr kalt, doch beschreiben kann ich das jetzt echt nicht so richtig, das muss man gesehen haben. Ihr könnt die Mühle besichtigen und vielleicht trefft ihr ja den der da drinnen wohnt. Diese Begegnung lohnt sich und hier gilt einmal mehr, was für Irland sehr stark gilt: Lass Dich nicht vom ersten Eindruck täuschen!


Dann Fuhren wir ein paar Meter weiter, wo sich mein ominöser Schlafplatz befinden sollte. Dieser ist ein altes Cottage aus dem 17 Jahrhundert, Türhöhe ca. 1,60m und mit altem Reet bedecktem Dach. Innen auf einen tollen Mix gebracht, zwischen modernen Möbeln und vielen liebe voll Arrangierten Details. Der Wohnraum beinhaltet eine große Feuerstelle, die in alten Jahren bestimmt als Küche gedient hat, sie ist gute 2,50 breit und tief in die Wand versenkt. Die gesamte Wand dahinter, ist tief Schwarz vom Ruß der vergangenen Dekaden eingefärbt. Die Landlords dieses Cottages sind junge Leute, etwas Alternativ angehaucht und sehr nett.


Gleich gegenüber liegt das alte Kloster von Kells in Ruinen. Umgeben von großen Schafherden. Es ist eine sehr große Ruine und mir wurde geraten, zu versuchen, früh aufzustehen um es beim Licht des anbrechenden Tages zu sehen. Wenn sich langsam die Sonne einen weg durch den von der Feuchten Wiese aufsteigenden Nebel bahnt. Ich werde es versuchen. Frühstück ist hier nicht inbegriffen, es gibt einen kleinen Laden im Dorf und da holt man sich dann halt was.


Ich werde Versuchen ein paar Fotos mit dem Handy zu machen, doch die Qualität wird nicht die Beste sein. Aber ich komme mit Sicherheit zurück, Pläne für ein paar Workshops in der Mühle werden schon geschmiedet.


Nach der Messe waren wir dann noch in Thomas Town zum Essen, ebenfalls sehr empfehlenswert, habe den Namen des Pub vergessen. Er ist direkt nach der alten Brücke auf der linken Seite. Im Gastraum knistert natürlich ein offenes Feuer und man setzt sich auch schon einmal gemütlich an den Tresen zu den Einheimischen. Hier konnte ich dann auch gleich einen irischen Architekten und einen Maler aus Deutschland kennen lernen und habe somit schon wieder zwei tolle Kontakte bekommen. So läuft das hier in Irland, nichts geht über den spontanen Plausch.


Heute Abend geht es in den Örtlichen Pub, in dem Irisch Revolutions- mäßig geraucht wird. In diesem Pub wird es voraussichtlich Musik geben, weil mein Gastgeber wohl ein angesagter Musiker in Irland oder zumindest in Kells ist und mit dem Eigentümer meiner Bleibe ab und an mal aufspielt. Also bin ich gespannt was mich erwartet. Daher weiß ich nicht so recht ob ich am Sonntag früh aufstehe, zumal ich ja noch den ganzen Tag an der Messe stehen darf. Also ich bin weiterhin gespannt was dieses Wochenende noch für Überraschungen für mich bereit hält.

Stephan alleine auf Messe. In drei Akten

 

Ich soll ja schreiben, so lange ich noch kann. Moment, vielleicht sollte ich erst einmal damit beginnen wo ich gerade bin. Wenn Ihr das lest ist wahrscheinlich schon Sonntag oder Montag, aber während ich das Schreibe, ist gerade mal Freitag und ich befinde mich erneut in Kilkenny. Heute und das Wochenende bin ich allerdings zum Arbeiten hier, an einer Messe für Häuslebauer.


Die Messe gleicht bei uns einer kleinen Gewerbeschau, aber die Leute die hier sind, sind sehr interessiert und ich lerne zum wiederholten Mal die Freundlichkeit der Iren kennen. Kilkenny brummt, es ist Freitag und die Stadt war schon um 21 Uhr bums voll. Der Wirt zum Knuffigen Eck, hätte seine wahre Freude. Alleine was hier im Hotel los ist, ist der Hammer. Normalerweise kenne ich Hotelbars nur leer, aber hier ist der Teufel los und in den Pub’s außen herum ist es ebenfalls voll. Das Hotel ist wieder sehr sehenswert aber dieses mal habe ich natürlich auf das Budget geachtet. 80,- € incl. Frühstück und Abendessen, da kann man doch mal nichts sagen. www.langtons.ie es wird Euch unter Garantie gefallen.


Doch viel mehr freue ich mich auf morgen, denn der nette Mensch mit dem ich an der Messe bin, hat mir gesagt, dass ich morgen bei ihm ums Eck übernachte. Er wollte mir nicht sagen was es ist, nur das ich mich um das Frühstück selbst kümmern müsse. Und das ich hier immer wieder her käme wenn ich in Kilkenny bin. Ich weiß nur soviel, das neben an eine 400 Jahre alte Mühle steht. Also lest den nächsten Bericht, dann wisst Ihr mehr. Und zudem gibt es einen echten Irischen Gig, also Musik in einem Einheimischen Pub, darauf freue ich mich schon seit letztem Jahr. Ich glaube wirklich das ich morgen Irland mal ganz pur erlebe, ich freue mich jetzt schon riesig.


Und was trägt die Frau von Irland im Ausgang? Also ganz modern (und mir gefällt es gar nicht), ist eine mode wie in England. Ein Tüll welches mit einem Gummizug unter dem Ausschnitt gehalten wird und als Sack hin zur Hüfte endet. Nicht sehr kleidsam, zumindest bei den meisten nicht. Die Regeln fürs Pub leben bin ich Euch noch schuldig und ich werde sie Euch nach reichen, jetzt bin ich aber müde.


Müde und ich höre laute Musik, obwohl ich in einem Nachbargebäude nächtige. Na egal, morgen lasse ich mich von der Mühle überraschen und die Nachbarinnen vom Messestand gegenüber sind auch ganz nett. Also nächsten Bericht lesen. Gute Nacht.