Archive für 9.2.2008

Stadt Kilkenny

Heute habe ich mir mal eine kleine Ausfahrt gegönnt. Es ging nach Kilkenny (21.000 Einwohner). Nun gut, eigentlich ging es ganz wo anders hin, aber die Navi CD (126€) taugt einen Dreck, aber das tun hier anscheinend alle Navi´s, so hatte ich mich dann spontan für Kilkenny entschieden. Zum Auto fahren in Irland ist erst einmal folgendes zu sagen, mit einem tiefer gelegtem und mit Sportfahrwerk ausgerüstetem Fahrzeug, ist man in Irland vollkommen falsch. Auch einen Bandscheiben Schaden sollte man vermeiden, denn den bekommt man hier sowieso. Weil die Straßen Schlaglöcher so groß wie den Schluchsee haben und auch sonst nicht gerade mit Komfort verwöhnen. Aber die Motorways und Nationalstraßen gehen so einiger maßen.

Kilkenny


Jetzt aber zu Kilkenny (und heute gibt es auch Bilder), Kilkenny ist eine mittelalterlich geprägte Stadt, die sich aber durchaus in einem Modernem Kleid befindet. Sie ist die Partystadt und Künstlerstadt Irlands in der immer wieder tolle und außergewöhnliche Festivals und Veranstaltungen stattfinden. Doch selbst zu dieser Jahreszeit, treten sich die Touristen und Einheimische gehörig auf die Füße. Und der Verkehr ist die Hölle. Parkplätze gibt es ab 2,50 € die Stunde.

Kilkenny


Viele enge Gassen und Straßen führen durch die Stadt und unzählige Pub´s und Restaurants und diverses andere, laden zum verweilen ein. Ganz klar geprägt wird die Stadt von der Kathedrale die nach dem heiligen Canice benannt ist. Der auch der Stadt im 6. Jahrhundert ihren Namen (Cainneach) gab. An der Nore Biegung in der Stadt, erhebt sich eine der wohl Schönsten Burganlagen Irlands, diese wurde 1391 von James Butler dem Earl of Ormonde erworben.

Berühmtheit erlangte Kilkenny aber durch die 1366 in Kraft getretenen Statuten, das niemand außer der anglo- normannischen Oberschicht irisch sprechen, irischen Sport betreiben durfte oder gar irische Kleidung tragen durfte, von einer Mischehe ganz zu schweigen, diese stand und Hochverrat. Doch bereits 200 Jahre später hatten sich diese Statuten erledigt, da sich sowieso niemand so ganz daran gehalten hatte.

Kilkenny


Kilkenny galt im Mittelalter auch als die inoffizielle Hauptstadt Irlands. So eine Hauptstadt braucht natürlich eine Burganlage. Diese wurde an einer Strategisch günstigen Stelle am Fluss Nore errichtet. 1172 errichtete der Ritter Richard de Clare (besser bekannt als Strongbow) einen Holzturm, später folgten dann noch vier Türme aus Stein und die erste Steinburg. Der große Rest der Burg entstand erst im 19. Jahrhundert. Wie es mit solchen alten Gemäuern gerne ist, ging den Eigentümern (der Butler- Familie) irgendwann die Kohle aus und sie Versteigerten einiges, doch auch das reichte irgendwann mal nicht mehr und so wurde die Burg 1967 für 50 Pfund an Stadt verscherbelt.


Die zweitgrößte mittelalterliche Kathedrale Irlands ist die St. Canice´s Cathedral, schon im 6. Jahrhundert soll der heilige Canice an ihrem jetzigen Standort ein Kloster errichtet haben. Der bestehende Bau entstand aber erst zwischen 1202 und 1285. Ich selbst habe die Kathedrale aber nur von weitem gesehen, sah gut aus.

Kilkenny


Zurück bin ich dann schön über das Land gefahren Richtung Wicklow. Doch ich habe hier dann nicht mehr angehalten, sondern werde diese Region, die auch als der Garten von Irland bezeichnet wird, ein andermal besuchen. Sehr störend in Kilkenny waren die Gruppen von Bettlern aus Rumänien, die leider ein sehr schlechtes Bild hinterlassen. Und auch in Dublin an einer Ampel, schlich ein Bettelndes Kind zwischen den Autos herum. Ich kann nur empfehlen mit geschlossenen Türen durch Irlands Städte zu reisen.


Mehr Fotos im Flickr Link, links im Link Block.

|