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Die lange Fahrt des Stephan H.
So, nun bin ich also da. Endlich, nach einer doch sehr langen Reise. Eigentlich ging es recht schnell am Anfang. Ruck Zuck war ich in Frankreich und der Wettergott hatte erbarmen mit mir. Es lag zwar auch in Frankreich auf den Höhen Schnee, aber er beeinflusste nicht die Fahrt. Dafür kam dann schön die Sonne raus und ich konnte die Champange bei blauem Himmel und freier Autobahn genießen. Einzig mein Frosch hatte leichte Ängste….. ja okay, war ein blöder Witz.
Und würden die Franzosen sich auch mal dazu hinab lassen, irgendeine andere Sprache als die ihre zu sprechen, ja dann hätte ich auch den Euro Tunnel genommen, aber der scheint in Frankreich nicht so zu heißen.
Also setzte ich, bei schönstem Seebären Wetter, über nach Dover. Bereits nach dem Kauf des Tickets, konnte ich recht zügig einschiffen, nein nicht rein schiffen. An Bord war nicht sehr viel los, so das ich mich wunderbar in den Sitzen rumlümmeln konnte. Die See lag ruhig da und rührte sich kaum. Seejungfrauen sah ich keine.
In Dover wurde ich dann mit einem wunderschönen Blick auf die Kreideklippen belohnt, welche sich Kerzengerade ins Meer herabstürzten. Über Dover thronte eine Festung, so das ich mich wie ein alter Wikinger fühlte, zu der Zeit, als die Nordmänner den Inseln das Fürchten lehrte.
Dann folgte natürlich was folgen musste. Der links Verkehr- gar nicht so schlimm, eigentlich wie daheim, immer schön rechts überholen! Allerdings folgen die Herausforderungen erst noch, denn erst einmal geht es ja eigentlich immer nur gerade aus, interessant wird es erst wenn ich mich in den Städten bewege.
Auch die weitere Fahrt verläuft Reibungslos, es ist wohl etwas mehr Verkehr in England, allerdings bewege ich mich nur auf Dreispurigen Autobahnen. Einziges Problem ist der Tote Winkel am Rechten Spiegel, denn beim überholen über die Schulter geschaut, habe ich schon lange nicht mehr.
Und schon wieder wird es spannend, kurz vor London kommt ein Tunnel und der will bezahlt sein. Also einmal Quer durchs Auto gegriffen, was mir auch gleich mal einen Rabatt bei der netten Dame einbringt. Weiter geht es Richtung Birmingham, um kurz danach eine Bleibe an der Autobahn zu finden, die für ein Autobahn Hotel überraschend gut ist.
Sonntag früh raus. Die Dame an der Rezeption war schon etwas verwundert darüber, das jemand schon um 6:30 Uhr los geht. Allerdings war es auch laut auf den Gängen in der Nacht und ich fand noch ein paar Federn einer Federboa. Wahrscheinlich hatte doch noch jemand das dringende Bedürfnis schnell ein Zimmer zu bekommen.
Dann weiter Richtung Wales, zum Hafen. Wunderschön dieses Wales. Also wirklich eine Reise wert, zu mindestens das was ich so im Vorbei fahren gesehen habe. Und auch hier Top ausgebaute Straßen, die bei uns ziemlich sicher ein Vermögen kosten würden. Denn Katzenaugen in der Mitte sind Standard. Kommt man sich ein wenig wie bei Star Trek vor.
Und schon bin ich am Hafen, ca. 10 Uhr. Doch ich habe während der Fahrt schon den heftigen Wind gemerkt und als ich am Donnerstag noch in den Nachrichten sah, das in der Irischen See ein Schiff haveriert ist, ahnte ich Schlechtes. Und tatsächlich, einige Fähren Fuhren gar nicht oder wenn dann nur verspätet. So ging meine Fähre offiziell um 13:35 Uhr los. Boarding war um 12 Uhr, um kurz nach eins waren wir dann auf dem Schiff und gegen 14:30 Uhr legten wir endlich ab. Allerdings mit der Warnung das es etwas ungemütlich auf dem Wasser werden könnte. Davon zeugten auch die bereit gelegten Kotztüten. Nach dem ich etwas gegessen hatte, nahm ich aber an, das diese wegen der Qualität des Essens da Lagen. Igitt!
Doch es war tatsächlich windig und zwar so richtig Sturm. Ich war froh das wir uns auf einem großen Katamaran befanden und nicht auch einer normalen Fähre. Ich hatte einen sehr guten Platz in der Mitte des Schiffes und konnte meine Augen schließen. Somit bekam ich es nicht so heftig ab, wie die welche an den Rändern saßen. Was sich auch daran bemerkbar machte, das man die Toiletten nicht mehr benutzen konnte. Schließlich flog noch ein Fernseher aus seiner Verankerung an der Wand, was den Reisenden doch ziemlich deutlich zeigte, das man besser nicht draußen Rauchen sollte.
Ab der Hälfte wurde es dann ruhiger und bis Dublin war es dann eine angenehme Weiterfahrt, wir legten um 19 Uhr an. Da die Navi Tussi noch nicht wach war, nahm ich natürlich die falsche Abzweigung was aber nicht ganz so schlimm war. Hurtigen Bleifußes ging es dann zum Treffpunkt mit meinem Chef und dann weiter zur Gastfamilie.
Alles in allem war die Fahrt sehr gut, doch kaputt bin ich jetzt auch. Vom Preis her, lohnt es sich auf jeden Fall das Flugzeug zu nehmen, Preislich kommt man bei recht zeitlicher Buchung sicherlich billiger hin. Aber die schönere Landschaft und das größere Erlebnis, gibt es mit dem Auto.
Über meine derzeitige Schlafstätte schreibe ich noch später mehr, jetzt müde……….
6.2.2008 bei 14:55
Guten Tag! Einen guten Start wünsche ich…
(nun hätte ich mich aber auch bald beschwert! Der Blog heißt: Neues von der grünen Insel, und dann liest man tagelang nur was von Abschied und so´n Zeug!)