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Archive für August 2007
Microschrott
31.8.2007 von shanne2685.
Jetzt habe ich mir für meine Reisen einen schönen Laptop gekauft und schon nach zwei Tagen hat er aus vollkommen undurchsichtigen Gründen sein Leben ausgehaucht. Microsoft sei dank. Dabei hatte ich so eine schöne Geschichte über Guinnes geschrieben.
Doch mein Freund der Netzwerkjäger wird versuchen die Datei zu retten! Danke! Das war so ein guter Text. Mano….
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EinTag am Flughafen
26.8.2007 von shanne2685.
Früh morgens ging es nach dem Grillabend an den Dubliner Flughafen. Irgendwie hatte mir das Mexikanische Mittagessen, die Guiness und das viele leckere Grillfleisch doch ein wenig auf den Magen geschlagen. Ein Grund mehr sich auf den Flug zu freuen, hoffentlich haben die große Toiletten. Na zur Sicherheit noch schnell in die Flughafen Apotheke.
Dann ab zum Boarding, ging recht flott voran und schon fuhren wir mit Bussen zu unserer Swiss Maschine. Alle verfrachtet und los geht’s – von wegen. Im Flugzeug gab es auffallend viele Kleinkinder und auch ein paar Reisegruppen. Es gab auch einige Leute von ganz fernen Ländern die ab Zürich dann weiterfliegen sollten. Soweit so gut.
Nachdem wir da nun schon recht lange standen, wurden die ersten Kids mal unruhig. Meine Medizin wirkte so langsam, aber Wasserlassen wäre doch echt bald notwendig. Nix geht. Schließlich die Durchsage vom Piloten: Beim Zählen ist aufgefallen, das wir wohl zwei Koffer zuviel an Bord haben, es wird noch mal gezählt. Also alles ausladen und zählen.
Derweil wurde manchen Kindern echt langweilig, flugs wurde Spielzeug verteilt und Schoki für alle, außerdem auch etwas Wasser. Dumme Idee eigentlich, weil mir ja schon fast die Backen platzten. Doch dann Erlösung, ich durfte auf´s Töpfchen. Yippie!
Durchsage des Piloten: Es wurde nochmals gezählt, jetzt haben wir einen Koffer zu wenig. Es könnte sein, das wir gleich das Gepäck Identifizieren müssen. Na Toll, aber die Medizin ließ das irgendwie egal sein. Die Kinder trommelten jetzt den anderen Fluggästen auf die Köpfe, schnell wurde ein Video eingelegt. Der Pilot: Wir müssen jetzt wohl Identifizieren, also wir fangen von hinten an, in zehner Gruppen vorne raus hinten rein, kein Handgepäck mitnehmen.
Die ersten Zehn gingen nach vorne, gebückt wie Verbrecher. Da standen sie dann und durften nicht raus auf das Rollfeld. 5 Minuten, Schließlich der Pilot: Also ich habe jetzt selbst gezählt, die Anzahl Koffer ist richtig, wir laden ein und fliegen in 20 Minuten. Yippie!
Nach weiteren 5 Minuten gab es dann ein ziemlich lautes Geräusch mit einem starken Wackeln des Flugzeugs. Ein Passagier sprang schreiend auf und verweigerte den Weiterflug und machte dadurch noch ein paar andere Gäste nervös. 2 Minuten später der Pilot: Das ist einer dieser Tage. Die Servicemänner waren wohl zu fleißig und haben mit der Hebebühne das Flugzeug gerammt, wir haben ein Loch im Rumpf.
Vielleicht sollten die am Flughafen kein Guiness trinken?
Das hieß für uns, aussteigen, rein in die Busse, zurück ins Terminal. Na Toll! Hier warteten wir dann acht Stunden bis eine neue Maschine aus Zürich kam und uns mitnehmen sollte. Jeder bekam einen Gutschein von 20€ und wir sollten uns so lange amüsieren. Acht Stunden, auf einem Flughafen, klein, laut, zugig. Meine Medizin musste erneuert werden.
Schließlich kam der Flieger, um da einzusteigen schickte man uns aber erst noch mal zwischen verschiedenen Gates umher, damit uns nicht langweilig wird. Boarding, jeder Name wurde auf einer Liste abgehakt. Das dauert. Zumal anscheinend ein paar Leute es Sinnvoll fanden ihre Boardingkarten wegzuwerfen, warum auch immer?!? So kam es das diese neue Karten bekamen. Was dazu führte das im Flugzeug jemand auf meinem Platz saß.
Die Dame hatte auf ihrer neuen Boardingkarte Handschriftlich meine Sitznummer. Der Sitz auf der anderen Seite war auf einmal frei, weil auch diese Dame einen neuen Platz bekam. Da das so nicht geht, kam dann auch die Stewardess zur Klärung. Das ging dann eine zeitlang, hektisches Treiben vorne im Flugzeug. Schließlich der Pilot: Ist Her Christian ….. an Bord? Wieder ging es ans zählen. Zweimal zählen, dann die Namensliste nochmal durch. Der Platz blieb leer.
Wir anderen kamen ganz schnell darauf, das wenn einer jetzt fehlt, wir wieder einen Koffer zuviel haben……. ARRRGGGHHH!!!!!
Doch ich glaube die sehr zornigen Gesichter an Bord, halfen dann das es endlich losging. Auch die Kinder hatten sich am Flughafen gut Ausgeschlafen, zum fliegen waren sie wieder hell wach, aber dafür konnten wir alle jetzt soviel essen und trinken wie wir wollten, die Medizin wirkte wieder.
Statt 12:30 Uhr hoben wir dann um 20:20 Uhr in Dublin ab. Endlich.
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Irland im Schnelldurchlauf
26.8.2007 von shanne2685.
Ja, wenn Engel reisen, Dublin empfing mich mit schönstem Sonnenschein und Irland setzte diesen Empfang auch die nächsten Tage fort. Natürlich waren mir die Iren sehr dankbar das ich Ihnen die Sonne gebracht hatte und haben mich gleich zum Ehrenbürgen ernannt. Drei Tage Irland, ist ganz schön wenig. Somit war dies tatsächlich keine Urlaubsreise sondern straffes Programm. Im Urlaub schaust du dich gemütlich um, setzt dich mal hin und lässt alles auf dich wirken. Was dir nicht gefällt ist dir egal, weil du fliegst ja bald wieder heim. Aber ich war ja da um herauszufinden ob ich da leben kann, somit waren die Augen und Sinne in ständigem Einsatz und am Abend dann auch recht müde.
Mein Chef zeigte mir soviel wie nur irgend ging. Zuerst ein wenig das Umland von Dublin und dann fuhren wir Richtung Cork, wo ich dann irgendwo in der Nähe leben werde. Ich kann Euch sagen, diese Insel ist echt Grün und der Zuständige Mann im Himmel für Inseln hat sich hier besonders Mühe gegeben. Ständig wechselt die Landschaft und zeigt etwas neues, Felder, Wälder, Buschwerk, Seen……. Immer im Wechsel. Ein wenig hat mich die Landschaft an Dänemark erinnert, dennoch ist sie etwas sehr eigenes. Rund um Cork gefiel es mir auch sehr, viel besser als in Dublin natürlich, muss so sein. Cork ist die heimliche Hauptstadt von Irland (sagt man), viel weniger Einwohner als Dublin, aber mit etwas mehr Charme. Bei meinem nächstem Aufenthalt werde ich daher auch mehr Zeit dort verbringen.
Das Leben in Irland ist nicht billig, Lebensmittel sind 20-30% teurer, eingekauft wird bei Aldi und Lidl, es gibt auch noch ein paar andere Ketten, aber auch eher Discounter. Alkohol ist dann mal ganz eklig teuer. In den Pub´s ging es los ab 4,10€ das Pint (etwas mehr als ein halber) das teuerste hatten wir in Dublin mit 5€. Wer jetzt glaubt er kann sich daheim die Kante geben irrt (lustig), denn im Supermarkt kostet das Sixpack dann auch mal schnell an die zehn Euro. Also schön am Flughafen einkaufen. Das Essen selbst ist dementsprechend, also von Kulinarisch Interessant würde ich nicht sprechen, allerdings bekamen wir jeden Tag etwas besseres Essen. Die Krönung war natürlich der Grillabend bei meinem Chef, denn am besten kocht immer noch Mama Nicole. J
So zahlten wir am ersten Tag im Hotel, für drei Sandwichs- labbriges Toast mit einer Scheibe fertig Käse und Schinken aus Sägemehl, dazu eine Suppe- geschlagene 43,-€!!! Das war kein guter Anfang. Doch wie gesagt steigerte sich dann nach und nach die Qualität und wir fanden auch bezahlbare Restaurants und das sogar in Dublin. Dublin ist Stadt und sehr hübsch dazu. Es gibt wirklich viel zu sehen, doch die Zeit war hierfür wirklich viel zu knapp. Dafür haben wir in Dublin meine PPS Nummer beantragt, das ist so was wie die Sozialversicherungsnummer, in zehn Tagen bin ich also offiziell gemeldet. Bin dann auch ein Gastarbeiter. Hui.
Ein paar Bilder habe ich in Flickr für Euch, einfach den Link anklicken, links in der Bildschirmreihe. Ich freue mich schon auf mein nächstes Mal Irland, dann werde ich etwas mehr auf eigene Faust unternehmen um auch etwas mehr mit den Menschen zu sprechen und eben auch schon mal ein wenig kucken wo genau ich wohnen möchte. Na, war gar nicht soviel……. kommt aber noch was, schreibe ich aber extra.
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Das erste Mal……
26.8.2007 von shanne2685.
Liebe Leser in den Bildschirminnen,
so, nun seid Ihr schon ganz gespannt und neugierig was ich denn nun da drüben erlebt habe. Vielleicht habt Ihr auch ein wenig Angst, das es ein langer Text wird- ja er wird länger, aber ich habe noch keine Lust zum schreiben, also noch Geduld.
Nur soviel, wenn Engel Reisen, also das Wetter war echt top und ich habe unglaublich viel gesehen in den kurzen Tagen. Und für die die jetzt noch schnell wissen wollen ob sie da nächstes Wochenende hin sollen. Ein lautes Ja!
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Nicht mehr lange
20.8.2007 von shanne2685.
So jetzt geht es gar nicht mehr lange, nur noch etwas mehr wie ein Tag und ich bin bei den lustigen Leuten da links. Also für die, die noch nicht wissen wo dieses Irland so rumtreibt, sei empfohlen heute mal die Tagesschau anzusehen, dann bei der Wetterkarte nach links schauen. Da seht ihr dann so ein langes Wolkenband- da ist Irland. Heute war es mit 19° tropisch heiß in Irland, es gab wohl auch den einen oder anderen Hitzetoten, nun ja was ziehen die auch nicht die lange Unterwäsche aus.
Ich habe das Ölzeugs gepackt (Friesennerz) und mich von Innen wie Aussen imprägniert. Kann eigentlich nichts mehr schief gehen…….. glaube ich……hoffe ich. Cheers!
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Keine Panik!
19.8.2007 von shanne2685.
Liebe Leserinnen und außen,

oft höre ich von Euch das die Texte immer so lang sind. Na Ihr braucht ja nicht gleich alles in einem Rutsch zu lesen. Dafür gibt es ja die Word Version- ausdrucken und in Ruhe lesen. Und irgendwann gibt es dann sicherlich auch mal kürzere Texte.
Wenn Ihr aber gerade nicht am lesen seid, dann könntet Ihr euch wenigstens in das Gästebuch eintragen. Dazu einfach auf den Link meine Homepage gehen und dann auf Gästebuch, also ich würde mich freuen.
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Haussuche
17.8.2007 von shanne2685.
Diese Wohnugssucherei nervt. Habe mir daher schnell ein kleines Häuschen gekauft, nur vorübergehend, kann ich dann später vielleicht als Lager nutzen. Kuck:
Geschrieben in Irland | 2 Kommentare »
16.8.2007 von shanne2685.
Weiter unten findet Ihr die Word Version mit Bildern!!! Unbedingt anklicken!!
Geschrieben in Pilatus 2007 | Keine Kommentare »
Der Pilatus ruft!!!
16.8.2007 von shanne2685.
Pilatus Wanderung
Liebe Leserin lieber Leser am Bildschirm und an den Bildschirminnen,
in meiner letzten Urlaubswoche wollte ich noch mal ein klein wenig wandern gehen, was lag da näher als mal den Hausberg der Luzerner, nämlich den Pilatus zu besteigen. Diesmal wollte ich von der Talstation bis ganz hoch laufen. Der Tag war Sonnendurchflutet und somit genau richtig für eine zünftige Wanderung.
Um 10 Uhr traf ich in Kriens auf einer Höhe von 513m ein. Meine Entscheidung nicht mit der Gondel zur Zwischenstation zu fahren, wurde bestärkt durch die lange Warteschlange am Kassenhäuschen. Also rein in die Bergstiefel, Rucksack umgeschnallt, vorher noch dick Sonnencreme auf die weiße Haut und los geht es. Mein Ziel, der Pilatus liegt in 2106m Höhe, also nur noch 1593 Höhenmeter zu überwinden.
Zu Beginn und bis zur Mittelstation, ist der Weg recht einfach und gut ausgebaut, gelegentlich eine leichte Steigung und meist im Schatten verlaufend. Trotzdem merke ich wie der Planet von oben strahlt, der Schweiß läuft und die Sonnencreme mir in die Augen. Schon nach kurzem Aufstieg lege ich meinen Rucksack wieder ab um mich ins Safari Kostüm zu werfen, Hosenbeine abgezippt, Mütze auf den Kopf und Sonnenbrille auf die Nase. So kann es weiter gehen. Auf dem Wegweiser zum Gipfel stehen als Richtzeit 5Std 50Min.
Bei der Mittelstation angekommen, bin ich schon total durchnässt. Unterwegs liefere ich mir immer wieder Überholmanöver mit einer Dame um die 50., auch sie läuft alleine und so wie es aussieht nicht zum ersten Mal. Bis zum Gipfel werden wir uns noch oft überholen, natürlich sprechen wir nicht miteinander. Wenn jemand alleine läuft akzeptiert man diese Entscheidung und schweigt. Jemand der alleine läuft sucht die Einsamkeit des Berges um seinen Gedanken nachzuhängen, Philosophisch zu werden, der Sinn des Lebens… ihr wisst schon.
Ich brauch viel Wasser, ab und an mache ich einen kurzen Stopp um zu Fotografieren, es nervt, ich brauche eine kleinere Kamera für solche Ausflüge. Fast ein Kilo Zusatzgewicht und das ständige rauf und runter des Rucksacks kosten Kraft und Zeit. Wieder überholt mich die Dame, der Windsog der sich hinter ihr bildet wirft mich fast von den Beinen, die ist fit.
An der zweiten Mittelstation, treffe ich auf die, die mit der Gondel fahren. Touristenströme ergießen sich über das Gebiet. Die Gondel spuckt dickbeleibte Rauchende, Sandalen tragende, laute Menschen aus. Hier oben können sie sich selbst feiern, um das zu unterstützen hat man einen kleinen Erlebnispark aufgebaut. Der größte Hochseilgarten der Zentralschweiz und eine Sommerrodelbahn laden ein, außerdem gibt es noch ein Drachenmoor, das Wahrzeichen des Pilatus ist ein Drache. Der Hochseilgarten würde mich sehr reizen, leider habe ich keine Zeit, ich muss weiter, der Berg ruft.
Vorbei mit der Schonzeit, jetzt wird es Alpin. Über Alpenwiesen geht es in den Fels. Vom starken Regen noch aufgeweicht, geben die Matschigen Wiesen meinen neuen Bergschuhen endlich das Aussehen eines erfahrenen Bergsteigers, endlich! Stolz zeige ich immer meine Stiefel hoch wenn mir wieder ein Wanderer begegnet, begleitet mit einem freundlichen Grüzi. Mit vom Schlamm bedeckten Waden geht es jetzt steil Bergauf, vorbei mit Schatten. Hinter mir erstreckt sich ein unglaubliches Panorama, mit Sicht bis runter ins Rheintal, bei klarem Himmel ist mit Sicherheit auch Leibstadt zu erkennen und damit die Signalwolke für Waldshut.
Ich muss mir mein Wasser einteilen, ich überhole die Dame, es fällt mir schwer. Immer steiler geht es auf Glitschigen Felsen den Berg hoch, dabei Kreuze ich immer wieder einen Gebirgsbach der mir etwas Wasser bietet. Ich halte an zum Fotografieren, wobei das Fotografieren eher ein Vorwand ist um eine kleine Pause einlegen zu können, die Beine brennen, die Dame überholt mich.
Ich habe noch nichts gegessen, das merke ich jetzt massiv. Meine Energie schwindet, ich hätte kurz vor der Wand essen sollen, ein großer Fehler. Endlich finde ich etwas Schatten und kann meinen Bergkäse und meine Landjäger in die Brennkammer stopfen. Das war höchste Zeit, ich gönne mir noch ein paar Minuten Rast und beobachte die anderen Wanderer. Es sind nicht zu viele, aber du siehst einfach alle Arten. Verrückte die hier noch mit Turnschuhen laufen oder ohne jegliche Verpflegung. Aber auch solche die das nicht zu ersten Mal machen und mit ihren Skistöckchen in einem unglaublichen Tempo den Berg hoch rennen. Die ohne Ausrüstung und Verpflegung sehe ich wenig später total Erschöpft aufgeben, selbst Schuld, der Abstieg wird hart werden.
Ansonsten sehe ich jetzt nur noch Bergsteiger mit Sehnen durchzogenen Waden, Natur Gegerbter Haut, starrem Blick- also Menschen wie mich.
Ja okay, ich gebe zu ich will nicht mehr, jeder Schritt jede noch so kleine Stufe brennt in den Füßen und Schenkeln. Mein Blick schweift über die unglaubliche Aussicht, neben mir in der Wand ist eine große Geröllhalde, da bewegt sich was, kann jemand so krank sein und da hoch gehen. Ich bin beeindruckt und schaue immer wieder hinüber ob der jenige nicht doch irgendwann um Hilfe ruft.
Endlich sehe ich mein Ziel, wenigstens etwas Motivation, ich kämpfe mich immer bis zur nächsten Kurve. Ein vollkommen in schwarz Gekleideter Mann taucht neben mir auf. Nanu, wer bist Du denn? „ICH BIN DER TOD:“ oh, ka….. , „IST NICHT SCHLIMM, SO REAGIEREN DIE MEISTEN MENSCHEN:“ cke. Und was machst Du hier Tod? „ICH BEGLEITE DICH“ Ähm, werde ich denn sterben? „NEIN, DU HAST EINE NAHTODERFAHRUNG“ Eine Nahtoderfahrung, aha und ich werde sicher nicht sterben? „ NEIN…. ALSO, HALT NICHT HEUTE“ Was hast Du denn da für ein Buch. „ACH ETWAS LEKTÜRE WÄHREND ICH SO NEBEN DIR HERSCHWEBE, NAHTODERFAHRUNGEN SIND IMMER ETWAS LANGWEILIG FÜR MICH. SO ICH MUSS WEG, DIE SANDUHR VON JEMANDEN IST ABGELAUFE, MACHS GUT.“ Ja Tschüß dann. Komischer Kerl.
Hui hui, es wird Zeit das ich ankomme, die Sonne hat mein Hirn zusammengeschmolzen. Ich komme an eine kleine Kappelle, links geht es zweihundert Meter zu einem Gipfelkreuz, das ist mir zu anstrengend. Rechts geht es zum Gipfel, 40 Min zeigt die Wegtafel, in der Mitte geht es ins Tal, 3std 30min zeigt die Wegtafel, ich überlege ernsthaft umzudrehen. Die Nahrung die ich zuvor aufgenommen habe ist schon verbrannt, der Blick ist schummrig, ich muss weiter. Jetzt ist es nicht mehr schön, das Skistöckchen bewaffnete Pärchen kommt mir von oben im Affentempo entgegen. Die laufen wieder runter, die waren schon oben?!? Jeder Schritt wird zur Tortur, die Luft ist dünn und lässt kaum Sauerstoff in den Lungen, die Sonne brennt auf die Nasse Haut. Endlich komme ich zu dem Gatter welches die Zivilisation von der Bergwelt trennt. Die ersten Touristen begegnen mir, ich schwanke auf die jetzt zementierten Stufen. Die Touris schauen ungläubig. Da kann man auch zu Fuß hoch?
Ich bin oben! Geschafft in ziemlich genau 4 Stunden! Ich bin stolz, so schlimm war es gar nicht. Doch jetzt gibt es Kulturschock, eben noch stille und weite, jetzt Horden von Japanern, Italienern, Russen, Amerikanern, Israelis…….. Ich bin kaum hier und schon genervt. Dann freue ich mich wieder, denn der Luzerner Bierbrauer hat eine Zapfanlage aufgestellt, man wirft drei Franken ein und Zapft eiskaltes Bier gebraut mit dem Gletscherwasser des Pilatus. Besonderer Gag, über der Zapfanlage stürzt ein Gebirgsbach hinunter, wenn man jetzt sein Bier zapft, hört der Wasserfall auf zu laufen. Das Bier verdunstet schon während des Trinkens und ist sehr lecker.
Ein paar Japaner sind über die Absperrung geklettert um Fotos auf den Felsen zu machen. Einer setzt sich hin und fängt an zu schreien, Panikattacke, seine Freunde gehen weiter. Schließlich gesellen sich ein paar Bergvögel zu dem jungen Mann, jetzt ist ganz vorbei, er schreit den halben Berg zusammen. Ein Italiener neben mir schüttelt den Kopf: „ Nippon nada.“ Seine Freunde retten ihn.
Jetzt treffe ich auch die Dame wieder, wir kommen ins Gespräch. Sie erzählt mir das sie hier einmal die Woche hochsteigt und auch sonst andauernd im Berg ist. Sie hat zum Aufstieg eine kleine Abkürzung genommen, über die Geröllhalde. Hut ab!
Jetzt ab in die Gondel und zurück ins Tal. Die Abfahrt ist lang und ich merke, dass ich sehr kaputt bin, aber Stolz es von ganz unten geschafft zu haben und das in einer wie ich finde wirklich guten Zeit. Ein schöner Tag neigt sich dem Ende, jetzt noch schön Wurstsalat essen mit den Patenkids und deren Erzeugern und noch ein zwei Bier zur Belohnung. Der Pilatus ist von Waldshut nur 1,5 Std. entfernt, ich komme wieder.
Geschrieben in Pilatus 2007 | Keine Kommentare »
Der Pilatus ruft!!
16.8.2007 von shanne2685.
pilatus-wanderung.doc Die Word Version, hier gibt es auch tolle Bilder zum Text!!!
Geschrieben in Pilatus 2007 | Keine Kommentare »